Meinung von Bayerns Umweltminister Schnappauf Die Zugspitze wird in 20 Jahren keinen Gletscher mehr haben

In 20 jahren wird der Gletscher auf der Zugspitze nach Auffassung von Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf völlig abgeschmolzen sein. Er führt das auf die Klimaerwärmung zurück.

HB GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Der CSU-Politiker sagte am Donnerstag bei einem Besuch auf der 2962 Meter hohen Zugspitze, mit der Klimaerwärmung werde auch das ewige Eis auf dem höchsten Berg Deutschlands verschwinden. „Im gesamten Alpenraum ist es in den letzten 70 Jahren im Schnitt um bis zu zwei Grad wärmer geworden“, erklärte Schnappauf. Der nördliche Schneeferner-Gletscher verliere an einem heißen Tag bis zu 35 Millionen Liter Wasser. „Das entspricht dem täglichen Wasserbedarf von Augsburg.“

Die Grünen kritisierten Schnappaufs Zugspitz-Besuch als „Gletschertourismus“ und forderten ihn zu Taten auf. So sollte längst der Energieverbrauch staatlicher Gebäude gesenkt werden, sagte die Grünen-Landtagsabgeordnete Ruth Paulig.

Schnappauf warnte die Wintersportorte, zu sehr auf künstliche Schneesicherheit mit Schneekanonen zu setzen: „Wintersportorte müssen alternative Freizeitangebote entwickeln, die den veränderten regionalen Wetterverhältnissen Rechnung tragen.“ Nach einer aktuellen Klimastudie werde es in zwanzig Jahren auf der Zugspitze jährlich rund 25 Tage weniger geben, an denen die Temperatur unter Null falle. Damit werde es selbst an Hängen, an denen eine künstliche Beschneiung zulässig sei, oft nicht kalt genug sein für den Einsatz von Schneekanonen. Die internationalen Klimaschutz-Anstrengungen müssten forciert werden. Lokale und regionale Kraftanstrengungen genügten nicht.

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