Memmingen
Täter nach Amok-Alarm in Schule flüchtig

Mit einer scharfen Waffe hat am Dienstag in Memmingen ein Schüler seine Schule betreten - und geschossen. Verletzt wurde zum Glück niemand, allerdings ist der Verdächtige samt Pistole auf der Flucht.
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MemmingenEin Jugendlicher hat in seiner Schule im schwäbischen Memmingen mit einer scharfen Waffe geschossen und damit Amok-Alarm ausgelöst. Verletzt worden sei am Dienstag niemand, sagte ein Polizeisprecher. Der 15-jährige mutmaßliche Schütze ist auf der Flucht. Polizeisprecher Thorsten Ritter sagte, die Beamten suchten nun mit einem Großaufgebot von Beamten und Diensthunden im Großraum Memmingen nach dem Jungen. „Wir nehmen die Sache sehr ernst“. Zwei Waffen soll der Jugendliche noch immer bei sich haben.

Drei Schüler hätten den 15-Jährigen mittags am Eingang des Gebäudes mit den Waffen in der Hand gesehen und den Schuss gehört. Laut ersten Aussagen von Mitschülern hatte es zwischen dem Jugendlichen und Mitschülern vor dem Schuss einen Streit gegeben.

Danach flüchteten die etwa 280 Schüler sofort mit den Lehrern in die Klassenzimmer und verschanzten sich darin. Mit mehrmaligen Lautsprecherdurchsagen wurden sie aufgefordert, die Räume nicht zu verlassen.

Ein Pädagoge alarmierte gegen 12.30 Uhr die Polizei. Hubschrauber überflogen das Gelände. „Die Schule wurde von Spezialeinheiten durchsucht. Der Schüler ist nicht im Gebäude“, sagte Ritter.

Der mutmaßliche Täter sei ein Schüler einer 8. Klasse, der mit zwei scharfen Waffen bewaffnet ist. Laut Bayerischem Rundfunk könnten die Waffen seinem Vater gehören. Dies konnte ein Polizeisprecher jedoch zunächst nicht bestätigen - dies werde noch überprüft. „Wir ermitteln jetzt im Umfeld des Jungen, bei Freunden und der Familie.“

Die betroffene Lindenschule ist eine Grund- und Hauptschule. Nach dem Einsatz wurden die Schüler um kurz nach 15.00 Uhr aus der Schule und mit Bussen an einen Sammelplatz gebracht, wo viele von ihren Eltern abgeholt wurden. Die Kinder und Jugendlichen wurden psychologisch betreut. Die Schule sollte anschließend ein zweites Mal durchsucht werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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