Meteorologen warnen vor weiteren Erdstößen
Japan von starken Nachbeben erschüttert

Nach der Serie schwerer Erdstöße in der japanischen Provinz Niigata ist die Region erneut von einem starken Beben erschüttert worden. Die Zahl der Toten stieg auf 20.

HB BERLIN. Einen Tag nach den schweren Erdstößen in der japanischen Provinz Niigata hat es am Sonntag in der Region weitere Nachbeben gegeben. Der Erdstoß nahe der Stadt Ojiya erreichte eine Stärke von 4,9 auf der Richterskala, wie die Meteorologische Behörde mitteilte.

Unterdessen ist die Zahl der Erdbebenopfer weiter angestiegen. Der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtete am frühen Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Krankenhäuser von 21 Toten und mehr als 1800 Verletzten. Unter den Toten seien fünf Kinder, eines von ihnen gerade zwei Monate alt.

Zehntausende hatten nach Warnungen der Behörden bereits in der Nacht ihre Wohnungen verlassen. Am Samstag waren dort mindestens zwanzig Menschen ums Leben gekommen. Weitere 1500 wurden verletzt. Vielerorts sind Häuser sowie Wasser- und Gasleitungen zerstört. Erdrutsche blockieren die Straßen, so dass Rettungskräfte die betroffenen Gebiete nur mit Hubschraubern erreichen konnten.

Meteorologen geben noch keine Entwarnung. «Die Beben halten an», erklärte Masahiro Yamamoto vom Wetterdienst. Es bestehe aber keine Gefahr von gefährlichen Flutwellen, so genannten Tsunamis, hieß es. Die Behörden riefen die Einwohner der betroffenen Region auf, Schutzunterkünfte aufzusuchen.

Das Zentrum des Bebens lag nahe Niigata rund 200 Kilometer nördlich von Tokio. Japan ist eines der am meisten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

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