Mexiko
Schwere Erdbeben forderten mindestens 96 Tote

Einige Tage nach dem verheerenden Erdstoß wird das ganze Ausmaß der Zerstörung klar. Tausende Häuser sind beschädigt. Im Katastrophengebiet wird dringend Hilfe benötigt. Unterdessen steigt die Zahl der Opfer weiter an.
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Tonalá Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 96 gestiegen. 76 Menschen seien im Bundesstaat Oaxaca ums Leben gekommen, 16 in Chiapas und vier in Tabasco, sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Montag. Der Staatschef besuchte die Stadt Tonalá in Chiapas, um sich über die Aufräumarbeiten zu informieren.

„Habt Geduld. In dieser Woche geht es darum, der betroffenen Bevölkerung direkt zu helfen“, sagte Peña Nieto. „Ab der nächsten Woche beginnt der Wiederaufbau.“ First Lady Angélica Rivera sagte in Mexiko-Stadt, rund 3000 Hilfspakete mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs stünden zur Auslieferung in den besonders betroffenen Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas bereit.

Mehr als 7000 Häuser wurden bei dem schweren Erdbeben zerstört oder beschädigt. Präsident Peña Nieto appellierte an die Solidarität der Baufirmen und bat sie, beim Wiederaufbau zu helfen. Er kündigte zudem eine genaue Schadenserhebung im Katastrophengebiet an, um die Hilfe an die richtigen Stellen zu leiten.

Tausende Soldaten, Polizisten und Mitarbeiter des Zivilschutzes wurden in das Katastrophengebiet geschickt, wie Regierungssprecher Eduardo Sánchez sagte. Das Erdbeben der Stärke 8,2 hatte Mexiko in der Nacht auf Freitag erschüttert. Zusammen mit einem Beben im Jahr 1932 war es der stärkste jemals in Mexiko gemessene Erdstoß.

Am heftigsten war der Süden des Landes betroffen, aber auch in Mexiko-Stadt war das Erdbeben deutlich zu spüren. Es gab über 900 Nachbeben, das heftigste mit einer Stärke von 6,1.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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