Michaela mag es heiß
„Omega“-Wetterlage bringt Rekordhitze

Für die Rekordhitze in Deutschland ist eine besondere Wetterkonstellation mit einem standfesten, starken Hochdruckgebiet verantwortlich. Superhoch „Michaela“ liegt über der südlichen Nordsee und reicht vom Boden bis in mehrere Kilometer Höhe. „Das Hoch blockt alles andere ab“, sagte Meteorologin Marilott Grosch vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Dienstag.

HB/dpa OFFENBACH. Für Tiefdruckgebiete, die sich von Westen nähern, ist „Michaela“ ein unüberwindliches Hindernis. Sie müssen abdrehen und werden im Uhrzeigersinn um das Hoch herum nach Nordwesten abgelenkt. Dabei beschreibt ihre Bahn ein „Omega“. Meteorologen sprechen deshalb von einer „Omega“-Wetterlage.

Gleichzeitig strömt ungehindert trockene, heiße Luft aus Osten nach Deutschland. Wegen fehlender Feuchtigkeit bilden sich kaum Wolken, und so kann die Sonne die Erdoberfläche immer weiter aufheizen, zurzeit täglich gut 14 Stunden lang. Weil die Erdoberfläche bereits stark erwärmt ist, gibt es nachts kaum Abkühlung, sondern die Erde wirkt dann wie eine Fußbodenheizung.

„Theoretisch kann das wochenlang so gehen“, sagte Meteorologin Grosch. Ein Ende der Hitzeperiode sei erst in Sicht, wenn der Druck im Hochdruckgebiet falle und damit der Widerstand gegen die Tiefdruckgebiete schwächer werde. Die Tiefs könnten dann an Einfluss gewinnen und das Hoch abdrängen. Dafür gebe es allerdings bis zum Wochenende keine Anzeichen.

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