Michelle Obama
Das Comeback der Ex-First Lady

Vier Monate lang war Michelle Obama mit ihrem Ehemann untergetaucht. Jetzt ist die ehemalige First Lady wieder da – und macht auf der Bühne von MTV unterprivilegierten High-School-Abgängern Mut.
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New YorkHellgraue Jeans und orangen Princeton Tiger auf ihrem T-Shirt. Für ihr Comeback hat sich die ehemalige First-Lady Michelle Obama die Bühne von MTV ausgesucht. „Die Zahl Eurer College-Zusagen ist wichtiger als die Zahl Eurer Follower auf den Sozialen Medien!“ ruft sie den High-School-Schülern im Publikum zu, die alle einen Studienplatz haben. Die 200 Schüler, deren Eltern selbst nicht zur Universität gegangen sind, jubeln.

Michelle Obama ist wieder da. Vier Monate lang war sie mit ihrem Mann Barack Obama untergetaucht, nachdem die beiden das Weiße Haus verlassen hatten. Jetzt sind sie zurück. Ein gemeinsamer Auftritt in Chicago Mitte der Woche. Nun ihr Solo-Auftritt bei MTV beim „College Signiung Day“. Im lässigen Freizeit-Look macht sie jenen jungen Menschen Mut, die nicht alles von zuhause mitbekommen hat – mit ihrem eigenen Beispiel.

„Das hier ist wichtiger als NBA oder Superbowl” ruft sie den Schülern zu. „Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht wüsste, wie wichtig Bildung ist!“ sagt die ehemalige Krankenhaus-Managerin und erzählt von ihrer Jugend als Arbeiterkind im Süden Chicagos, das es bis nach Princeton geschafft hat. „Und lasst Euch nie einreden, Ihr gehört da nicht hin!“ mahnt sie und ihre Stimme wird ein wenig brüchig, als sie rät, Hilfe und Unterstützung zu suchen, wenn man sich alleine fühlt. „Wir brauchen Euch als zukünftige Leader! Es passiert so viel da draußen.“ ermutigt sie die Schüler.

Michelle Obama, der immer wieder politische Ambitionen für die nächsten Präsidentschaftswahlen nachgesagt werden, ist zum vierten Mal beim MTV-College Signing-Day dabei. Das erste Mal nicht mehr als First Lady. Nicht Melania Trump ist gekommen und auch nicht Ivanka, sondern die eigentlich nicht mehr amtierende Michelle Obama.

Auf dieser Bühne, auf der sich Schauspieler, Sänger, Sportler und auch die Designerin Donna Karan die Hand geben, wird Michelle Obama noch immer als First Lady gefeiert. Der Rapper und Moderator nennt sie „The Forever-First-Lady“. Michelle Obama werde „für immer meine First Lady“ sein, jubelt auch die Schauspielerin Sherri Shepherd. Und Michelle versichert den Anwesenden, dass sie und ihr Mann auch nach dem Auszug aus dem Weißen Haus an die High-School-Abgänger denken werden, „egal in welchem Haus wir wohnen!“.

Wäre dies eine Wahlkampfveranstaltung, wäre es ein voller Erfolg gewesen.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

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