Milch ist kein Risiko: Jüngere Rinder werden nicht mehr auf BSE getestet

Milch ist kein Risiko
Jüngere Rinder werden nicht mehr auf BSE getestet

Wegen des Rückgangs von BSE-Erkrankungen soll das Testalter für Schlachtrinder von 24 auf 30 Monate herauf gesetzt werden.

HB GREIFSWALD. Darauf hätten sich Wissenschaftler sowie Vertreter von Bund und Ländern geeinigt, sagte Staatssekretär Gert Lindemann vom Bundesagrarministerium am Donnerstag auf der Ostsee-Insel Riems. An der Bund-Länder-Beratung hatten unter anderem Experten des Friedrich- Löffler-Instituts für Tiergesundheit (FLI) und des Bundesinstituts für Risikobewertung teilgenommen. Aus der Erhöhung des Testalters ergebe sich kein höheres Risiko für Verbraucher. Diese Änderung solle nun auf den Weg gebracht werden.

Bei 32 BSE-Fällen in Deutschland 2005 im Verhältnis zu 125 im Jahr 2001 gehe man davon aus, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit erfolgreich sind. Dies betreffe besonders das Verbot zur Verfütterung von tierischem Eiweiß etwa im Tiermehl.

Auf Grund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse wollen sich Bund und Länder bei der EU für eine Abschaffung der Tötung der so genannten Kohorte - der anderen Herdentiere - einsetzen. Mittlerweile gelte als sicher, dass Milch kein Risiko darstelle und BSE auch nicht an Nachkommen übertragen werden könne, teilte Lindemann mit. Deshalb sollten Tiere, die zu einer von BSE betroffenen Herde gehören, weiter für Milchproduktion und Zucht genutzt werden können. Allerdings dürften sie nach der Schlachtung nicht in die Lebensmittelkette gelangen, sondern sollten sicher entsorgt werden.

Entgegen einer Forderung der EU-Kommission will Deutschland aber am Verbot der Verfütterung tierischer Fette an Tiere, die Lebensmittel liefern, festhalten. Hierbei hätten die Wissenschaftler ein Übertragungsrisiko nicht ausschließen können.

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