Militär hält Bekenntnis für Propaganda: Abu Sayyaf bekennt sich zu Anschlag auf Fähre

Militär hält Bekenntnis für Propaganda
Abu Sayyaf bekennt sich zu Anschlag auf Fähre

Der Brand auf einer philippinischen Fähre war ein Racheakt der islamischen Terrorgruppe Abu Sayyaf. Die bekannte sich zumindest dazu. Ein Militärsprecher glaubt nicht daran.

HB BERLIN. Die philippinische Untergrundorganisation Abu Sayyaf hat sich am Sonntag zu einem Anschlag auf eine philippinische Fähre bekannt. Beim Brand des Schiffes waren am Freitag bis zu 180 Menschen ums Leben gekommen.

In einem Anruf bei Radio Mindanao bezeichnete Abu-Sayyaf-Sprecher Abu Sulaiman den Anschlag als Rache. Die islamische Terrorgruppe wolle damit Übergriffe auf muslimische Bewohner im Süden der philippinischen Insel Mindanao vergelten.

Das philippinische Militär wies das Bekenntnis der Untergrundorganisation als unglaubwürdig zurück. Die Armee habe die Abu Sayyaf in letzter Zeit «enorm geschwächt», sagte Militärsprecher Renoir Pascua. «Wir sind uns sicher, dass diese Behauptung reine Propaganda ist.»

Noch immer ist die Brandursache nicht geklärt. Augenzeugen berichteten von einer Explosion am Freitag gegen 1 Uhr nachts Ortszeit. Zwei Stunden zuvor hatte die Fähre den Hafen der Hauptstadt Manila mit 744 Passagieren und 155 Besatzungsmitgliedern verlassen. Die Fähre war auf dem Weg nach Bacolod auf der südlichen Insel Negros.

Von 180 vermissten Personen an Bord fehlte am Sonntag noch jede Spur. Ein Teil des Schiffswracks liegt unter Wasser. Taucher der Küstenwacht versuchten am Sonntag in den Rumpf vorzudringen.

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