Millionen Liter Öl ausgelaufen
Umweltkatastrophe in Israel

Aus einer kaputten Pipeline in Israel fließt massenweise Rohöl – und verseucht kilometerweit ein Naturschutzgebiet. Experten rechnen damit, dass es Monate oder sogar Jahre dauern könnte, die Schäden zu beheben.
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Beer OraMillionen Liter Öl aus einem Pipeline-Leck haben in einem Naturschutzgebiet im Süden Israels schwerste Schäden angerichtet. Es sei eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte Israels, sagte Sprecher Ran Lior vom Naturschutzministerium am Donnerstag.

In der Negev-Wüste etwa 20 Kilometer nördlich der Hafenstadt Eilat am Roten Meer sei das Öl kilometerweit ausgeflossen, berichteten die Medien des Landes. Zahlreiche Notfallteams waren stundenlang im Einsatz, um das ausgelaufene Öl wieder wegzupumpen. Experten rechnen damit, dass es Monate oder sogar Jahre dauern könnte, die Schäden zu beheben.

In Israel mussten drei Menschen ärztlich behandelt werden, weil sie Öldämpfe eingeatmet hatten. Auch in Jordanien gab es Verletzte. Die offizielle jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtete, Dutzende Jordanier aus der Grenzregion hätten sich an örtliche Krankenhäuser gewandt. Das israelische Naturschutzministerium betonte, das Öl habe Jordanien nicht erreicht. Möglicherweise habe der Wind die Dämpfe über die Grenze geweht.

Das Unglück ereignete sich Mittwochnacht in der Nähe des Dorfes Beer Ora unweit der Großstadt Eilat. Medienberichten zufolge ergab eine erste Untersuchung, dass die Pipeline zwischen Eilat und der Küstenstadt Aschkelon bei Wartungsarbeiten beschädigt wurde. Das zuständige Ministerium habe weitere Untersuchungen zu den genauen Umständen eingeleitet.

Vom Ministerium veröffentliche Luftaufnahmen zeigten die Wüstenlandschaft durchzogen von Bächen und Seen schwarzen Öls. Eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Israels Norden und dem Süden des Landes musste zwischenzeitlich teilweise gesperrt werden. Das stinkende Öl sei auch in ein nahes Naturschutzgebiet gelangt, wo eine besondere Palmenart wachse, so Lior weiter. Auch zahlreiche Wildtiere in der Region seien gefährdet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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