Millionenangebot
Uruguays Präsident will Käfer nicht hergeben

Ein arabischer Scheich hat Uruguays Staatschef José Mujica eine Million Dollar für seinen alten VW-Käfer geboten – doch der 79-Jährige lehnte ab. Die Wagen erinnerten ihn daran, dass er einmal die Welt verändern wollte.
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MontevideoUruguays Präsident José Mujica will seinen alten VW-Käfer trotz einen Angebots von einer Million Dollar nicht verkaufen. „Es wäre eine Beleidigung für die Freunde, die ihn uns geschenkt haben“, erklärte der linke Staatschef am Freitag in seiner wöchentlichen Sendung in Radio M24.

Vor einer Woche war bekanntgeworden, dass ein arabischer Scheich Mujica eine Million Dollar für das blaue Auto Modell 1987 angeboten hatte. „Wir sind seit immer mit den VW-Käfern befreundet. In den Jahren, als wir die Welt ändern wollten, haben wir uns in sie verliebt“, bekundete Mujica.

Der heute 79-jährige hatte als Guerilla-Mitglied insgesamt 14 Jahre in Haft verbracht, vor allem während der Zeit der uruguayischen Militärdiktatur (1973-1985).

Noch bei der Präsidentenwahl im Oktober war Mujica in seinem VW vorfahren. Er selbst konnte verfassungsgemäß nicht mehr zur Wahl antreten. Am 30. November erfolgt die Stichwahl zwischen Tabaré Vázquez vom Mittelinks-Bündnis Frente Amplio und Luis Lacalle Pou von der Nationalen Partei (PN).

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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