Millionenschaden
Großfeuer in Düsseldorfer Kirche

Eine Kirche in der Düsseldorfer Innenstadt ist am Mittwoch in Brand geraten. Aus dem Dachstuhl schlugen Flammen, eine dichte Rauchwolke stand über dem gotischen dreischiffigen Gotteshaus. Als Brandursache werden Bauarbeiten vermutet.

HB DÜSSELDORF. Immer wieder stürzen Trümmer und Verzierungen vom Dach in die Tiefe, 100 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die aus dem Dach der 80 Meter hohen Kirche St. Peter in der Düsseldorfer Innenstadt schlagen. Zwei Dachdecker werden mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht. Hunderte Schaulustige beobachten den Großbrand in der Düsseldorfer Innenstadt. Der Verkehr auf zwei Hauptachsen kommt zum Erliegen und sorgt für ein Verkehrschaos.

Das Feuer brach kurz nach 14 Uhr bei Schweißarbeiten am Dach der Kirche aus. Die neugotische Kirche von 1898 gilt mit ihrem roten Sandstein als eines der schönsten Gotteshäuser in der nordrhein- westfälischen Landeshauptstadt. Dichter gelber Rauch zog durch die Innenstadt und umnebelte benachbarte Bankgebäude. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die katholische St. Peter-Kirche war 1898 nach dreijähriger Bauzeit fertig gestellt worden. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gotteshaus durch Bombenangriffe fast vollständig zerstört und in den folgenden Jahren wieder aufgebaut. Ihr 80 Meter hoher Turm überragt alle umstehenden Gebäude. Als Glanzlicht gilt die Göckel-Orgel mit ihren bis zu zehn Meter großen Pfeifen. Wenn sie ertönt, fühlt man sich in eine Kathedrale versetzt, schwärmen Kenner.

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) verschaffte sich am Nachmittag am Brandort ein Bild von den Zerstörungen und zeigte sich betroffen vom Ausmaß des Schadens. Dutzende Polizisten hielten die Neugierigen vom weiträumig abgesperrten Kirchplatz ab. Immer wieder loderten die Brandherde unter den Dachziegeln auf.

Die Kirche war gerade umfassend saniert worden. Da der Dachstuhl zerstört ist, rechnet die Feuerwehr mit einem Millionenschaden. „Wir sind froh, das wir den Kirchturm halten konnten. So hohe Leitern hätten wir nicht gehabt“, sagt ein Feuerwehrsprecher. Die Situation sei zeitweise sehr dramatisch gewesen.

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