Millionenschäden
Tote und Verletzte bei schweren Unwettern in Europa

Bei verheerenden Unwettern mit Orkanböen und sintflutartigen Regenfällen sind in der Nacht zum Samstag in Deutschland mindestens zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Auch in der Schweiz und den Niederlanden hieß es örtlich Landunter.

HB HAMBURG/GENF/DEN HAAG. Es entstanden Millionenschäden: Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Stromleitungen gekappt. „Es hagelt taubeneigroße Körner“, sagte ein Polizeisprecher.

Meteomedia registrierte in ganz Deutschland innerhalb von sechs Stunden 104 000 Blitze, so viel wie noch nie seit der Wetterdienst solche Daten erfasst. Die mit 191 Kilometern pro Stunde stärksten Orkanböen wurden im sächsischen Zinnwald-Georgenfeld gemessen. Örtlich regnete es in ein bis zwei Stunden so viel wie sonst in einem ganzen Monat, etwa in Kloster auf der Ostseeinsel Hiddensee 76 Liter pro Quadratmeter, wie Meteomedia-Chef Jörg Kachelmann sagte. Auf einem Volksfest in Forchheim wurde am Freitagabend ein 43- jähriger Mann von einem Ast erschlagen. Ein 15-jähriges Mädchen kam mit Verdacht auf Querschnittslähmung ins Krankenhaus. Auf einem Campingplatz bei Feilitzsch nahe Hof in Oberfranken wurde ein Zeltlager „regelrecht vom Platz gefegt“, berichtete die Polizei. Die Kinder wurden in Sicherheit gebracht. Im oberpfälzischen Leuchtenberg wurden vier Besucher eines Open-Air-Konzerts auf der Burg Leuchtenberg von einem umstürzenden Baum getroffen und erheblich verletzt. Die rund 1200 Konzertbesucher mussten das Gelände verlassen, kurzzeitig kam es zu Panik, wie ein Polizeisprecher sagte. In Baden-Württemberg verunglückte wetterbedingt ein 35 Jahre alter Autofahrer tödlich. Auf der Autobahn 8 im Kreis Esslingen kam er bei Aquaplaning ins Schleudern und prallte auf ein Pannenfahrzeug. Auf dem Gelände eines Fußballvereins in Karlsruhe wurden drei Männer bei einem Blitzeinschlag verletzt. Wie die Polizei mitteilte, spielten die 35, 36 und 67 Jahre alten Männer Fußball, als sie von einem Gewitter überrascht wurden. Sie suchten Schutz unter einem Baum, in den im selben Moment der Blitz einschlug.

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