Mindestens 42 Tote: Indonesische Fähre im Hafen untergegangen

Mindestens 42 Tote
Indonesische Fähre im Hafen untergegangen

Am Wochenende ist die an der Küste von Indonesien vor wenigen Tagen ausgebrannte Fähre im Hafen von Jakarta gesunken. Damit spitzte sich die Lage auf dem havarierten Schiff noch einmal zu.

HB JAKARTA. An Board waren zuletzt mehr als zehn Behördenvertreter und Journalisten, die sich ein Bild machen wollten von der Katastrophe. Einer von ihnen soll beim Untergang des Schiffes umgekommen sein. Damit kostete die Katastrophe nach Angaben vom Sonntag insgesamt 42 Menschen das Leben.

Augenzeugen und einheimische Medien berichteten, mindestens drei Menschen würden nach dem Sinken des Schiffes im Hafen noch vermisst. Ein Reporter, der zuletzt mit an Bord der Fähre war, sagte, nicht alle hätten die zugeteilten Sicherheitswesten getragen. Zwei der Geretteten seien in kritischem Zustand. „Einige von uns waren sehr lange im Wasser.“ Bei dem Toten handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Kameramann.

Zuvor hatten Rettungskräfte berichtet, Fischer hätten 21 weitere Leichen gefunden. Damit verdoppelte sich die Zahl der Opfer des eigentlichen Fährunglücks vom Donnerstag ungefähr. Etwa 300 Menschen haben die Katastrophe Schätzungen zufolge überlebt. Die Suche nach weiteren Überlebenden und Opfern werde fortgesetzt, sagte ein Marine-Sprecher. Unklar ist, wie viele Menschen tatsächlich an Bord der „Levina I“ waren. Neben den 307 registrierten waren zahlreiche so genannte „blinde“ Passagiere auf dem Schiff.

Die 27 Jahre alte Fähre war am Donnerstagmorgen etwa 80 Kilometer von der Hauptstadt Jakarta in Brand geraten und später in den dortigen Hafen geschleppt worden. Nach ersten Ermittlungen brach das Feuer in einem Lastwagen unter Deck aus, der brennbare Chemikalien geladen haben soll.

Fähren sind ein beliebtes Transportmittel zwischen den etwa 17 000 Inseln Indonesiens. Allerdings kommt es wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen immer wieder zu verheerenden Unglücken. Im Dezember sank nahe der Insel Java eine Fähre mit etwa 600 Menschen an Bord, von denen mehr als die Hälfte ums Leben kam.

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