Mindestens sechs Todesopfer
„Jahrhundertflut“ hinterlässt Verwüstung pur

In den überschwemmten Gebieten Südfrankreichs hat sich am Donnerstag die Lage leicht entspannt, die Pegel waren auf dem Rückzug. Doch mit dem Abfließen des Wasser wird erst das ganze Ausmaß der Schäden sichtbar.

HB MARSEILLE. Verwüstete Häuser, zertrümmerte Autos und Schlammmassen: Nach dem Höhepunkt des „Jahrhunderthochwassers“ bietet sich in den betroffenn Landstrichen ein Bild der verwüstung. Mindestens sechs Menschen starben in den Fluten. In der Ortschaft Bellegarde bei Arles ertrank ein 37-jähriger Mann in seiner überfluteten Garage, nachdem er einen Schwächeanfall erlitten hatte.

Insgesamt hat sich die Lage in den überschwemmten Gebieten an der Rhône leicht entspannt. Die Regenfälle, die seit Sonntag ganze Landstriche unter Wasser gesetzt haben, ließen in der Region um Nîmes, Arles und Avignon nach. Im Süden Spaniens tobte am Donnerstag ein Schneesturm.

Die Nacht zum Donnerstag mussten in Südfrankreich noch Zehntausende Menschen in Notunterkünften verbringen. Marseille wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Noch immer drohten Deiche in der Krisenregion zu brechen. „Das ist eine Jahrhundertflut“, hieß es von der Feuerwehr im Département Bouches-du-Rhône. In den frühen Morgenstunden führte die Rhône so viel Wasser wie zuletzt im 19. Jahrhundert. Am Morgen sank der Wasserstand dann „um fünf Zentimer pro Stunde“. Auch bei den meisten Nebenflüssen ging er zurück.

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