Minister auf dem Holzweg
Harald Schmidt verspottet Fischer

Die Pechsträhne von Joschka Fischer nimmt kein Ende: Nach Visa-Affäre, Waffenembargo und Hunzinger-Honoraren muss sich der Außenminister nun auch noch von Comedy-Star Harald Schmidt verspotten lassen. Grund: Eine peinlich-amüsante Verwechslung während der Bundestagsdebatte.

HB BERLIN. Als Außenminister Deutschlands bereist Joschka Fischer die ganze Welt. Er kennt alle Konfliktherde und schmiedet in diplomatischer Mission zukunftsweisende Bündnisse. Auch im krisengeschüttelten Argentinien kennt er sich vermutlich bestens aus.

Doch den Deutschland-Besuch des südamerikanischen Präsidenten hatte Fischer anscheinend nicht auf der Rechnung, als er sich während der Debatte um das EU-Waffenembargo gegen China am Donnerstag spontan mit dem Terminkalender des Bundeskanzlers auseinander setzte.

Schröder hatte den Plenarsaal schon während der Debatte verlassen, um andere Verpflichtungen wahrzunehmen. Als Fischer auf das Verbleiben des Kanzlers angesprochen wurde, entwich ihm ein Kommentar, den nicht nur Comdey-Star Harald Schmidt in seiner abendlichen ARD-Show genüsslich auszukosten wusste:

"Der Kanzler ist bei den Kirchen, der Kanzler hat einen nicht verlegbaren Termin gehabt - das wissen die Fraktionen", entschuldigte Fischer Schröder nach Zurufen von den Oppositionsbänken. Später wurde er von CDU-Chefin Angela Merkel korrigiert: „Er ist nicht bei den Kirchen, er ist beim argentinischen Präsidenten Kirchner.“

Ein kleiner Irrtum mit großen Folgen: Fischers Ausrutscher sorgte schließlich nicht nur bei den Abgordneten für Gelächter. Insbesondere Harald Schmidt dankte es ihm in seiner Late-Night-Show mit beißendem Spott und resumierte: "Toll, ich dachte schon, der Kanzler liegt im Trend - wir sind doch ein religiöses Volk."

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Der Spott von Harald Schmidt auf Video

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