Ministerpräsident Georg Milbradt würdigt ebenso wie Königin Elizabeth II. den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche
Wunde geschlossen - Symbol der Versöhnung

Mit dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche wurde nach Ansicht von Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) eine „Wunde in Europa“ geschlossen. Auch Königin Elizabeth II. sieht den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche als „starkes Symbol der Versöhnung“.

HB BERLIN/DRESDEN. Die Weihe des Gotteshauses an diesem Sonntag sei „das vielleicht größte Ereignis nach der friedlichen Revolution und der politischen Wende“, sagte Milbradt am Vorabend in Dresden. „Nun wird sichtbar, dass Freundschaft und Versöhnung eine Wunde in Europa wieder geschlossen haben.“

Milbradt erinnerte auch an die Ursache des Zweiten Weltkrieges, der viele Städte in Europa in Schutt und Asche legte. „Das nationalsozialistische Deutschland hat in Europa Hass gesät und Feuer geerntet.“ Dies habe auch die Frauenkirche in Dresden zerstört, deren Trümmerberg nach dem Krieg zum Mahnmal geworden sei. „Ehemalige Gegner des überwundenen Krieges fanden zueinander, die Dresdner verbanden Trauer und Schmerz mit dem Gedenken an das Leid auch in anderen Städten Europas.“

"Bande der Freundschaft gefestigt"

„Viele Briten und britische Organisationen haben zum Wiederaufbau beigetragen und ihn unterstützt“, schrieb die Queen nach Angaben der britischen Botschaft in einem Brief an Bundespräsident Horst Köhler. „Er hat die Bande der Freundschaft und des Einvernehmens, die zwischen unseren beiden Ländern gewachsen sind, weiter gefestigt.“

Elizabeth II. äußerte „große persönliche Freude und Genugtuung“, dass „dieses bemerkenswerte Projekt“ gelang. Sie bat den Bundespräsidenten: „Bitte übermitteln Sie den Menschen in Deutschland und besonders den Bürgern Dresdens anlässlich der Weihe meine allerbesten Wünsche.“

Der britische Dresden Trust sammelte bisher knapp 1,1 Millionen Euro für die Frauenkirche. Unter anderem finanzierte die gemeinnützige Organisation die Anfertigung des vergoldeten Turmkreuzes durch einen britischen Goldschmied, dessen Vater im Zweiten Weltkrieg Bomberpilot war.

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