Missglücktes Ablenkmanöver
Tödliche Flammen in Hochsicherheitsgefängnis

Bei einem Feuer in einem argentinischen Gefängnis sind mindestens 29 Insassen ums Leben gekommen. Zehn weitere Häftlinge wurden wegen Rauchvergiftungen und anderen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, wie die Behörden am Montag weiter mitteilten.

HB BUENOS AIRES. Das Feuer in dem Hochsicherheitsgefängnis in der Provinz Santiago del Estero war am späten Sonntagabend ausgebrochen. Der Justizminister der Provinz, Ricardo Daives, erklärte, offenbar handele es sich um Brandstiftung. Häftlinge hätten versucht, mit dem Feuer die Wachleute abzulenken.

Matratzen und andere Gegenstände gerieten laut Daives schnell in Brand und verursachten dicken Rauch. In dem gesamten Gefängnis sind nach offiziellen Angaben 400 Häftlinge untergebracht, doch war nur einer von sieben Gebäudetrakten von dem Brand betroffen.

Niemandem sei die Flucht gelungen, teilte die Gefängnisverwaltung mit. Die Polizei ging mit Gummigeschossen gegen Verwandte von Häftlingen vor, die durch die Barrikaden stürmen wollten, um sich Einlass zu dem Gefängnis zu verschaffen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Telam berichtete.

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