Missglücktes Geothermieexperiment
Stadt Staufen verschiebt sich

Wegen missglückter Geothermiebohrungen hat sich sich die Stadt Staufen seit 2007 um bis zu 62 Zentimeter nach oben und bis zu 45 Zentimeter seitlich bewegt. Viele Gebäude haben Risse, die Sanierung wird Jahre dauern.
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StaufenZehn Jahre nach den ersten Gebäuderissen infolge missglückter Geothermiebohrungen in Staufen bei Freiburg rechnet die Stadt mit jahrelangen Sanierungsarbeiten. Das Problem sei noch immer nicht gelöst, sagte Bürgermeister Michael Benitz (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Der Boden bewege sich weiter, jedoch nicht mehr so stark wie in den Anfangsjahren. „Ich gehe aber davon aus, dass wir mit dem Problem noch viele Jahre, vermutlich eher Jahrzehnte zu kämpfen haben werden.“

Seit einer Erdwärmebohrung im September 2007 habe sich Staufen an manchen Stellen um bis zu 62 Zentimeter nach oben und seitlich um bis zu 45 Zentimeter bewegt, sagte Benitz. Es komme so an Gebäuden zu Rissen und anderen Schäden. Bislang seien diese notdürftig repariert worden, eine umfassende Sanierung sei bislang nicht möglich gewesen.

Im historischen Ortskern haben die Erdbewegungen den Angaben zufolge mehr als 270 Gebäude beschädigt. Der Schaden liegt nach Angaben der Stadtverwaltung bei mehr als 50 Millionen Euro.

Ende Juli hatte es eine außergerichtliche Einigung gegeben. Die verantwortlichen Bohrfirmen zahlten den Angaben zufolge insgesamt 1,175 Millionen Euro. Die Stadt verzichtete dafür im Gegenzug auf alle weiteren Forderungen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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