Mississippi
Ältester Todeskandidat der USA hingerichtet

Als bislang ältester Straftäter in den USA ist der 77-jährige John Nixon hingerichtet worden. Er wurde im Gefängnis von Parchman im Mississippi-Delta mit der Giftspritze getötet. Bis zuletzt beteuerte er, er werde für ein Verbrechen exekutiert, das er nicht begangen habe.

HB NEW ORLEANS. Unmittelbar vor der Hinrichtung wies Nixon erneut den Vorwurf zurück, 1985 als Auftragskiller eine Frau getötet zu haben. Tatsächlich habe einer seiner Söhne gemeinsam mit zwei weiteren Männern die Tat begangen, sagte Nixon.

Zwei Söhne Nixons und ein Bekannter der Familie waren in dem Mordfall zu Haftstrafen verurteilt worden. Nach Überzeugung des Gerichts hatte einer der drei das Opfer zu Boden geworfen und festgehalten, John Nixon soll aber den tödlichen Schuss abgefeuert haben und wurde deswegen zum Tode verurteilt. Der Ehemann des Opfers sitzt eine lebenslange Freiheitsstrafe ab, weil er Nixon für 1000 Dollar mit dem Mord beauftragte.

Zu seinen mittlerweile aus der Haft entlassenen Söhnen hatte Nixon nach Angaben des Gefängnispersonals keinen Kontakt. Seine Tochter veröffentlichte eine Erklärung, in der sie die Hinrichtung ihres Vaters als „gerecht und angemessen“ bezeichnete. Andere Familienmitglieder sollen den 77-Jährigen aber kurz vor seinem Tod besucht haben.

Es war die erste Hinrichtung im US-Staat Mississippi seit drei Jahren. Gouverneur Haley Barbour wies ein Gnadengesuch Nixons zurück, der Oberste Gerichtshof lehnte es ab, sich mit dem Fall zu befassen.

Derweil bat der älteste Todeskandidat Kaliforniens, der 75 Jahre alte Clarence Ray Allen, Gouverneur Arnold Schwarzenegger um Gnade. Er hatte jüngst einen Herzinfarkt erlitten, ist beinahe taub und blind und sitzt im Rollstuhl. Allen wurde zum Tode verurteilt, weil er 1980 die Ermordung von drei Menschen angeordnet haben soll, während er selbst hinter Gittern saß. Seine Hinrichtung ist für den 17. Januar angesetzt.

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