Mississippi-Hochwasser
Mündungsregion zittert vor der Flutwelle

Das Mississippi-Hochwasser hält die US-Südstaaten weiter in Atem. Die Stadt Memphis wurde zwar verschont, nun bedroht die Flut allerdings New Orleans. Zehntausende bereiten ihre Flucht vor.
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Im Mississippi-Delta im Süden der USA laufen die Vorbereitungen auf eine mögliche Überschwemmungskatastrophe auf vollen Touren. Nachdem die Dämme der historischen Stadt Memphis (Tennessee) der massiven Mississippi-Flutwelle am Dienstag standgehalten hatten, drücken die riesigen Wassermassen flussabwärts. In den Staaten Louisiana und Mississippi könnte der Pegel in den nächsten Tage den höchsten Stand seit mehr als 80 Jahren erreichen, in der Gefahrenzone liegen auch die Städte Baton Rouge und New Orleans.

Zehntausende Menschen richteten sich auf eine Evakuierung ein. Das Armeekorps der Ingenieure öffnete weitere Fluttore an einem Not-Ablauf des Mississippi nördlich von New Orleans in Louisiana, um für Entlastung zu sorgen. Von dort fließt das Hochwasser in den Pontchartrain-See und dann in den Golf von Mexiko. Die Öffnung weiterer Abflusskanäle wurde erwogen, so nahe der Staatshauptstadt Baton Rouge. Diese Maßnahmen könnten die Ballungszentren schützen helfen, aber andere weniger dicht bevölkerte Gebiete mit wertvollem Farmland würden unweigerlich überflutet.

Die Menschen in Memphis atmeten unterdessen langsam auf. Hier war die Flutwelle - knapp 14,6 Meter hoch - in der Nacht zum Dienstag eingetroffen, und die Dämme hielten. Damit blieb die befürchtete große Katastrophe aus. Allerdings müssen die Schutzwälle noch mehrere Tage dem hohen Druck gewaltiger Wassermassen standhalten: So langsam sinkt der Pegel. Und wenige Meilen weiter flussabwärts schwappte die die schmutzigbraune Brühe über Getreide- und Gemüsefelder, wurden Menschen aus Farmen und Häusern vertrieben.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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