Mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung
Friedenspreis für Gorbatschow und Pfarrer Führer

Mit dem Augsburger Friedenspreis wurden am Mittwoch der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow und der Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, Christian Führer, ausgezeichnet.

HB AUGSBURG. Oberbürgermeister Paul Wengert überreichte am Mittwochabend im Goldenen Saal des Rathauses die mit jeweils 10 000 € dotierten Auszeichnungen. Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher würdigte die historische Leistung der Preisträger. In seiner Laudatio sagte Genscher: „Sie beide haben das Wort „ohne Gewalt' zu einer wunderbaren Wahrheit, Wirklichkeit werden lassen.“ Die Preisträger hätten der Welt gezeigt, „was man in der Stunde der Entscheidung“ tun könne.

Oberbürgermeister Wengert würdigte in seiner Ansprache die Verdienste von Gorbatschow und Führer um die friedliche Einigung Deutschlands und Europas und „ihren Mut, die alten Wege der Konfrontation zu verlassen, die in Jahren der Trennung verinnerlichten Grenzen niederzureißen und den ungeheuerlichen Balanceakt der Öffnung zu wagen.“ Führer sagte in seiner Dankesrede, dass er den Preis als Auszeichnung „für das Volk der Demonstranten“ verstehe.

Mit dem seit zwei Jahrzehnten vergebenen „Preis Augsburger Friedensfest“ werden Persönlichkeiten für ihre besonderen Leistungen zur Förderung des Friedens gewürdigt. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderem der Militärbischof Hermann Kunst, der Rabbiner Nathan Peter Levinson und Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

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