Mittelamerika
Tote bei Gefangenenrevolte in Honduras

In einem honduranischen Gefängnis sind bei Kämpfen zwischen Häftlingen mindestens 13 Menschen gestorben. In den überfüllten Gefängnissen des Landes sind blutige Auseinandersetzungen zwischen revalisierenden Häftlingsgruppen keine Seltenheit.

HB TEGUCIGALPA. Bei einem Machtkampf zwischen rivalisierenden Häftlingsgruppen sind am Donnerstag in einem Gefängnis im mittelamerikanischen Honduras mindestens 13 Häftlinge getötet und rund 30 verletzt worden. Mittlerweile sei die Lage aber wieder unter Kontrolle, betonte der Direktor der honduranischen Gefängnisse, Jaime Banegas, in Radiointerviews. Die Gefangenen dort sind zum Teil bewaffnet.

Die Zusammenstöße hatten sich in einer Haftanstalt etwa 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tegucigalpa ereignet. In dem vollkommen überfüllten Gefängnis sitzen derzeit mehr als 3000 gefährliche Häftlinge ein. Die Kapazität der Anstalt liege aber nur bei etwa 2000. Die rivalisierenden Gruppen kontrollieren unter anderem den Drogenhandel in der Haftanstalt.

In der Vergangenheit kam es bereits häufiger zu Kämpfen in den wegen ihrer Haftbedingungen kritisierten Gefängnissen des zentralamerikanischen Landes. So starben im Mai 2004 bei einem Feuer in einer Anstalt mehr als 100 Insassen. Überlebende warfen damals den Wächtern vor, die Häftlinge daran gehindert zu haben, aus ihren Zellen dem Feuer zu entkommen. In einem anderen Fall im April 2003 waren zahlreiche Häftlinge bei Ausschreitungen gestorben. Der Leiter der Anstalt wurde später zu 19 Jahren Haft verurteilt, weil er die Ausschreitungen angefacht haben soll.

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