Mode für Vierbeiner
Kleider machen Hunde

Die Modeindustrie ist auf den Hund gekommen. Findige Designer entwerfen Jäckchen, Hüte und Stiefel für Vierbeiner. Dazu gibt es Halsbänder für jeden Anlass von Hochzeit über Halloween bis zur Beerdigung. Experten wittern einen Zukunftsmarkt.

Wenn Sie denken, Ihre Frau steht zu lange vor einem prallgefüllten Kleiderschrank, dann seien Sie froh, dass sie keinen vierbeinigen Liebling hat. Sonst könnte die Frage nämlich lauten: "Was soll ich anziehen und was trägt mein Hund?" Auswahl gibt es genug. Die Nachfrage wächst, vor allem Luxusartikel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. "Die Menschen wollen sich mit ihrem Hund von der Masse absetzen", hat Erik Herklotz beobachtet, der die Heimtiermesse HanseTier in Hamburg organisiert. Daher kaufen gut situierte Hundenarren mit Begeisterung das, was auffällt: vor allem mit Strasssteinen oder mit dem Namen des Hundes verzierte Halsbänder finden reißenden Absatz.

Die Industrie hat eine Marktlücke entdeckt. Markforscher von Euroforum International gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Kleidung und Accessoires für Heimtiere weltweit wachsen wird. Luxushersteller wie Louis Vuitton und Hermés, die auf der ganzen Welt bekannt und begehrt sind, produzieren auch schon für Spitz und Co. und tragen zur Akzeptanz von Hundemode bei.

Den Anfang machten kleine Boutiquen wie etwa "Bayerndirndl" von Hildegard Bergbauer. Die Trachtenschneiderin aus Straubing entwirft Dirndl, Lederhosen und Jagdhüte für Hunde. Vor allem im Sommer, der Zeit der Sommerfeste in Bayern und vor dem Oktoberfest kann sich die Geschäftsfrau vor Aufträgen kaum retten. Ein Dirndl für Fiffi gibt es schon ab 65 Euro, für eine Lederhose für Bello muss der Besitzer mindestens 80 Euro auf den Tisch legen.

Jetzt haben Edelmarken nachgezogen und bieten Mode und Accessoires für den anspruchvollen Hund an. Ob Mäntelchen in Tarnfarben von Dior oder Hundeparfums wie Chienel. Nr. 5 und Dogo Boss - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die neuesten Trends für den Köter präsentieren Designer auf der jährlichen Pet Fashion Week in New York. Wer diesen Termin verpasst, kann sich mit dem Buch "Luxury for dogs" trösten, in dem Manuela von Perfall all das zusammengestellt hat, was ein Hund zwar nicht braucht, aber unbedingt haben muss. In der Einleitung feiert die Autorin den Anbruch einer neuen Zeit: "Hunde haben es geschafft, als Kunden ernst genommen zu werden. Sie müssen nicht mehr in muffigen Tierhandlungen einkaufen wie ordinäre Katzen, Hamster und Goldfische."

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