Moderne Zwangsarbeit
Millionärsehepaar wegen „Sklavenhaltung“ angeklagt

Ein New Yorker Unternehmerpaar ist wegen jahrelanger Zwangsarbeit von zwei Hausangestellten angeklagt worden. Die Qual hatte ein Ende, als einer der beiden jungen Frauen nur mit einem Handtuch und einer Unterhose bekleidet die Flucht gelang. Nun müssen sich die Angeklagten vor Gericht verantworten.

HB GARDEN CITY. Der 35-jährige Parfümproduzent und seine 51-jährige Frau sollen zwei junge Frauen aus Indonesien in sklavenähnlichen Zuständen gehalten haben.

Staatsanwalt Demitri Jones sprach am Mittwoch von moderner Sklaverei. Die beiden Frauen seien wiederholt geschlagen und auf andere Weise misshandelt worden. So wurde eine der Frauen der Anklageschrift zufolge gezwungen, 25 Chili-Schoten zu essen. Die nur mit den Vornamen Samirah und Nona identifizierten Frauen trafen 2002 in den USA ein. Das Millionärsehepaar konfiszierte ihre Pässe und sperrten sie in dem Haus in der New Yorker Vorstadt Garden City ein.

Die Angeklagten, Varsha Mahender Sabhnani und Mahender Murlidhar Sabhnani, erklärten sich vor Gericht für nicht schuldig. Ein Richter setzte die Kaution auf 3,5 Millionen Dollar fest und ordnete die Überwachung mit Hilfe einer elektronischen Fußfessel an. Zunächst aber blieben die Angeklagten in Untersuchungshaft.

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