Monaco
Abschied von Rainier III.

In der Kathedrale von Monaco haben Monarchen und Staatsvertreter aus aller Welt Abschied vom verstorbenen Fürsten der Grimaldi-Dynastie, Rainier III., genommen. Er war Anfang April im Alter von 81 Jahren gestorben.

HB MONACO. Erzbischof Bernard Barsi würdigte in seiner Predigt die enge Beziehung Rainiers zu seinem Volk während seiner 56-jährigen Regentschaft. Mit ernsten Gesichtern verfolgten Thronfolger Albert II., die Prinzessinnen Caroline und Stephanie sowie deren Kinder die Zeremonie. Carolines Mann, Ernst August Prinz von Hannover, musste wegen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse im Krankenhaus bleiben.

Bei dem Trauergottesdienst standen dem Erzbischof von Monaco vier weitere Bischöfe und Erzbischöfe sowie der Nuntius in Frankreich, Fortunato Baldelli, zur Seite. „Für uns alle war der Fürst sicher der Souverän des Staates, aber auch ein Freund, ein Mitglied unserer Familie“, sagte der Erzbischof. „Jetzt fühlen wir uns verwaist.“ Er erinnerte an Rainiers Einsatz im Zweiten Weltkrieg für die Befreiung Frankreichs und an sein hartnäckiges Wirken für die Unabhängigkeit des Fürstentums.

Rainier war nach mehrwöchigem Aufenthalt im Krankenhaus am 6. April gestorben. An der Trauerfeier nahmen auch König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia von Schweden, der spanische König Juan Carlos und der belgische König Albert II. teil. Prinz Andrew vertrat das englische Königshaus. Prominentester weltlicher Staatsvertreter war Frankreichs Präsident Jacques Chirac.

Das sonst lebhafte Monaco wirkte am Freitag wie ausgestorben. 36 Kanonenschüsse verkündeten der Bevölkerung kurz nach 12 Uhr den Beginn des Trauerzuges. Vom Ehrenhof des Palastes ging der Trauerzug zur Kathedrale. Der mit der Nationalflagge bedeckte Sarg wurde von zehn Carabinieri getragen und von ebenso vielen Geistlichen begleitet. Dahinter schritten mit ernsten Gesichtern Rainiers Kinder Albert, Caroline und Stephanie. Auf Wunsch Carolines spielte die Kapelle Teile eines Trauermarsches von Ludwig van Beethoven.

Der Sarg mit den sterblichen Überresten Rainiers soll im kleinsten Kreise in der Krypta der Kathedrale an der Seite seiner Frau, der Fürstin Gracia Patricia, beigesetzt werden. Sie war im September 1982 bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

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