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Monatelange Vorarbeit: Von Tunnel-Bankräubern fehlt jede Spur

Die Polizei hat für den spektakulären Bankraub eine Soko „Tunnel“ eingereicht. Doch trotz vieler Hinweise gibt es noch keine heiße Spur. Bei einem ähnlichen Überfall 1995 hatte eine Kleinigkeit die Täter überführt.

Eingang einer Bankfiliale in Berlin-Steglitz: Bislang unbekannte Täter hatten einen Tunnel zu dem Tresorraum der Bank gegraben. Quelle: dpa
Eingang einer Bankfiliale in Berlin-Steglitz: Bislang unbekannte Täter hatten einen Tunnel zu dem Tresorraum der Bank gegraben. Quelle: dpa

BerlinNach dem spektakulären Einbruch in eine Berliner Bank durch einen 30 Meter langen Tunnel am Wochenende hat die Berliner Polizei am Dienstag weiter mit Hochdruck nach den Tätern gefahndet. Bei der Sonderkommission (Soko) „Tunnel“ gingen rund zwei Dutzend Hinweise ein, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Doch eine heiße Spur gab es zunächst nicht. Die Kriminaltechniker waren weiter vor Ort, um Spuren sicher zu stellen.

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Vor dem Einbruch hatten die Täter den 30 Meter langen Tunnel von einer Tiefgarage zum Tresorraum der Bank-Filiale im Stadtteil Steglitz gegraben. Am Wochenende drangen sie in die Bank ein und stahlen den Inhalt von rund 200 der 900 Schließfächern, wie der Sprecher weiter sagte. „Es ist anzunehmen, dass die Täter ab Freitag nach Bankschluss den Durchbruch machten.“ Am frühen Montagmorgen verschwanden sie spurlos. Vorher legten sie im Tresorraum und in der Tiefgarage Brände, um Spuren zu vernichten.

Nach Auffassung der Polizei müssen die Täter monatelang an dem Tunnel gearbeitet haben. Laut dem Sprecher mieteten sie den Stellplatz in der Tiefgarage bereits im Februar vergangenen Jahres mit gefälschten Dokumenten. Die Papiere wiesen einen niederländischen Staatsbürger aus, der nicht existiert. Die niederländischen Behörden seien deshalb kontaktiert und um Mithilfe gebeten worden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter den Erdaushub aus dem Tunnel „in einzelnen, kleinen Fuhren“ abtransportierten. So seien die Arbeiten von den Anwohnern unbemerkt geblieben. Allerdings hätten einige Zeugen sich jetzt an Menschen erinnert, „die aufgefallen sind“, sagte der Sprecher. So sei den Zeugen nun bewusst geworden, häufiger Bauarbeiter in der Gegend gesehen zu haben, obwohl es keine größere Baustelle gab.

  • 15.01.2013, 18:14 UhrDaStauntDerWowi

    Auch wenn die Täter erwischt würden: von derart guter Planung und Ausführung können sich die Schwaben (S21) eine Scheibe abschneiden. Berlin sowieso.

  • 15.01.2013, 20:22 Uhrsupporter

    Das ist ein typischer Fall für Bella Block oder "Die Kommissarin"! Die werden die bösen Männer (Frauen?)im Handumdrehen einbuchten!

  • 15.01.2013, 21:09 UhrGung Bong

    Allein der Plan durch Handarbeit an Geld zu kommen lässt darauf schließen, dass die Täter der Generation 50+ angehören.

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