Mondfinsternisse sind Stoff für zahlreiche Legenden
Am Wochende leuchtet der Mond glutrot

An diesem Wochenende bietet sich Europa ein spektakuläres Schauspiel: Wegen einer totalen Mondfinsternis wird der Trabant glutrot leuchten. Das Schauspiel soll dreieinhalb Stunden dauern und bei klarem Himmel in ganz Europa zu sehen sein.

HB HAMBURG. Der Erdtrabant wandert in der Nacht zum Sonntag durch den Schatten unseres Planeten - er steht von der Sonne aus gesehen genau hinter der Erde. Anders als der Name des Himmelsphänomens nahe legt, ist der Mond während einer solchen Finsternis meist nicht völlig unsichtbar. Er glimmt im Streulicht der Erdatmosphäre, die vor allem rotes Licht auf den Mond lenkt. Vom Mond aus gesehen erschiene die Erde während der Finsternis von einem feuerroten Rand umkränzt.

Der Mond steht hoch im Süden im Sternbild Widder, wenn er am Sonntag um 0.32 Uhr in den Kernschatten der Erde einzutauchen beginnt. Die vollständige Verfinsterung von 2.06 Uhr bis 2.31 Uhr ist dann relativ kurz. „Das liegt daran, dass er nicht zentral durch den Kernschatten läuft, sondern eher am Rand. Der Mond wird während der totalen Verfinsterung deshalb relativ hell aussehen“, berichtet die Vereinigung der Sternenfreunde (VdS) aus Heppenheim.

Um 4.05 Uhr ist das Schauspiel vorbei, wenn der Mond den Kernschatten der Erde wieder ganz verlassen hat. „Diese Finsternis können Sie besonders leicht beobachten, da sie hoch am Himmel in südlicher Richtung stattfindet und Sie am nächsten Morgen ausschlafen können“, erläutert die VdS.

Farbe und Helligkeit des verfinsterten Mondes hängen auch vom Staub- und Wolkenanteil der Erdatmosphäre ab. Je klarer die Atmosphäre, desto heller leuchtet der Mond. So wurde der Erdtrabant durch den Ausbruch des Pinatubo 1991 bei folgenden Finsternissen nahezu unsichtbar. Die nächste totale Mondfinsternis über Europa ist am 4. Mai 2004 zu sehen.



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