Mord an sechs Menschen
Feuerwehrmann muss lebenslang hinter Gitter

Ein Feuerwehrmann ist wegen Brandstiftung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 32-Jährige hatte selbst ein Feuer in einem Wohnhaus gelegt. Dabei waren sechs Menschen ums Leben gekommen.

HB AACHEN. Ein Ehepaar mit drei kleinen Kindern und eine 82-jährige Frau waren nachts erstickt. „Der Angeklagte hat in der Nacht schwere Schuld auf sich geladen“, sagte der Vorsitzende Richter des Aachener Schwurgerichts, Gerd Nohl, am Donnerstag in der Urteilsbegründung.

Der Täter, der aus der Untersuchungshaft heraus bei der Feuerwehr gekündigt hat, sei des Mordes in Tateinheit mit Brandstiftung schuldig. Er habe Frust abbauen und beim Löschen die Anerkennung seiner Feuerwehrkollegen gewinnen wollen. Der schwergewichtige Mann nahm das Urteil auf der Anklagebank erstarrt entgegen. Die Verteidigung, die auf 15 Jahre Haft plädiert hatte, ließ eine Revision offen.

„Unbefriedigend war die persönliche Lebenssituation des Angeklagten“, sagte Nohl. Eine jahrelange Beziehung sei in die Brüche gegangen, und seitdem habe der 32-Jährige mit der Mutter in einem Bett geschlafen. Außerdem hatte er keinen festen Job. „Für ihn war die Mitgliedschaft in der Feuerwehr das Höchste“, sagte der Richter.

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