„Mord ohne Leichen“
Millionärspaar wird für tot erklärt

Mysteriöser Fall „Mord ohne Leichen“: Mehr als elf Jahre nach dem spurlosen Verschwinden des Bonner Millionärsehepaares Winfried und Doris Hagen werden die beiden demnächst voraussichtlich für tot erklärt. An diesem Mittwoch läuft die Frist ab, bis zu der sich Zeugen melden können.

HB BONN. Der Sohn hatte den Antrag gestellt, seine Eltern für tot zu erklären. Er könnte dann über das Vermögen seines Stiefvaters und seiner Mutter verfügen. Staatsanwaltschaft und Polizei hatten wegen des Verschwindens seiner Eltern lange gegen ihn ermittelt. In den Medien war der Fall als „Mord ohne Leichen“ bekannt geworden. Das Vermögen wird auf mindestens acht Millionen Euro geschätzt.

Fünf Jahre lang ermittelten die Behörden wegen eines Kapitalverbrechens gegen den 38-jährigen Sohn. Die Ermittler konnten ihm aber nichts nachweisen. 1999 schloss die Bonner Staatsanwaltschaft „mit großen Bauchschmerzen“, wie es damals hieß, die Akte.

Winfried und Doris Hagen waren 49 und 47 Jahre alt, als ihr Sohn sie am 16. August 1994, vier Wochen nachdem sie zum letzten Mal in Bonn gesehen worden waren, als vermisst gemeldet hatte. Vor ihrem Verschwinden wollten die Hagens zu ihrer Yacht ins holländische Workum. Ob sie diese Reise jemals angetreten haben, konnte nie geklärt werden. In ihrer Villa in Bonn wurden Reiseutensilien, Pässe und persönliche Gegenstände gefunden. Nichts gab einen Hinweis auf eine Abreise.

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