Mordfall John F. Kennedy
Neues Futter für Verschwörungstheorien

Den offiziellen Untersuchungsergebnissen zufolge wurde US-Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 von einem einzelnen Täter erschossen. US-Forscher haben nach neuen wissenschaftlichen Untersuchungen jedoch Zweifel daran.
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HB WASHINGTON. Seinerzeit durchgeführte Analysen von sichergestellten Munitionsteilchen, mit denen ein zweiter Attentäter ausgeschlossen wurde, seien mangelhaft gewesen, meinen zwei Experten für Statistik und Chemie an der A&M-Universität in Texas sowie ein früherer FBI-Beamter und gerichtsmedizinischer Experte.

Nach einer Mitteilung der Universität vom Freitag untersuchten die drei Fachleute Munition aus derselben Charge, aus der die von Attentäter Lee Harvey Oswald verwendeten Kugeln stammten. Dabei stellte sich nach Angaben der Experten heraus, dass die am Tatort gefundenen Fragmente von mehreren der verblieben Kugeln hätten stammen können und daher nicht so selten waren, wie seinerzeit bei den Ermittlungen angenommen worden sei.

Die so genannte Warren-Untersuchungskommission war damals zu dem Schluss gekommen, dass Ostwald in Dallas drei Kugeln abfeuerte, von denen eine den Wagen des Präsidenten verfehlte. Theorien über einen zweiten Täter und damit eine größer angelegten Verschwörung wurden zu einem großen Teil auf Grund des Ergebnisses von Munitionsanalysen verworfen, denen zufolge die gesammelten Fragmente am Tatort zu ähnlich und „besonders“ gewesen seien, um von mehr als zwei Kugeln zu stammen.

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