Mosambik
72 Tote durch vergiftetes Bier

Mutmaßlich vergiftetes Bier hat in Mosambik 72 Menschenleben gefordert. Die Behörden gehen davon aus, dass bei einer Beerdigung Gallenflüssigkeit eines Krokodils in das Getränk gemischt wurde.
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MaputoMutmaßlich vergiftetes Bier hat in Mosambik weitere Menschenleben gefordert. Die Zahl der Todesopfer, die am Wochenende während einer Trauerfeier in der nordöstlichen Provinz Tete von dem Gebräu tranken, sei bis Dienstag auf 72 gestiegen, teilten die Behörden mit. Zugleich konnten aber mehr als 150 Menschen aus dem Krankenhaus entlassen werden, wie die für Gesundheit zuständige Direktorin der Provinz, Paula Bernardo, sagte. Sieben der noch rund 35 Patienten befänden sich aber in kritischem Zustand.

Die Behörden gehen davon aus, dass das selbst gebraute traditionelle Bier namens Pombe während der Beerdigung mit Gallenflüssigkeit eines Krokodils vergiftet wurde. Ergebnisse der Blut- und Bierproben, die in die Hauptstadt Maputo geschickt worden waren, gab es noch nicht. Am Montag hatte eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer begonnen, die am Mittwoch endet. Am Wochenende hatten die Behörden zunächst 52 Tote gemeldet.

Ermittlern zufolge ist das Fass verschwunden, in dem das Bier ursprünglich gebraut wurde. Dies erschwere die Suche nach der Quelle der Kontamination, hieß es. Ein Experte zweifelte indes an, dass Gallenflüssigkeit eines Krokodils giftig sei.

Pombe ist eine traditionelle Biersorte, die aus Hirse oder Maismehl hergestellt wird. Zu denken gab den Ermittlern, dass nicht alle der Trauergäste erkrankten. So hätten diejenigen, die am Morgen davon tranken, keine Beschwerden gehabt. Daher gehe man davon aus, dass das Bier vergiftet worden sei, als sich die Trauernden auf dem Friedhof befunden hätten.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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