Moslemische Pilgerfahrt: Mindestens 240 Pilger sterben bei Massenpanik in Mekka

Moslemische Pilgerfahrt
Mindestens 240 Pilger sterben bei Massenpanik in Mekka

Bei der traditionellen moslemischen Pilgerfahrt in Saudi-Arabien ist am Sonntag nahe Mekka eine Massenpanik ausgebrochen. Nach Behördenangaben wurden mindestens 240 Gläubige erdrückt.

HB BERLIN. Bei einer Massenpanik während der moslemischen Hadsch sind am Sonntag nahe Mekka mehr als 240 Menschen erdrückt worden. Das gaben die saudiarabischen Behörden bekannt, nachdem Krankenhäuser zuvor die Zahl der Todesopfer mit mehr als 120 angegeben hatten. Nach Berichten der saudi-arabischen Nachrichtenagentur Mena ereignete sich der Vorfall am Morgen an der Dschamarat-Brücke, wo sich rund zwei Millionen Menschen versammelt hatten.

Während der rituellen Handlung, bei der die Gläubigen Steinchen gegen Steinsäulen werfen, seien mehrere Menschen gestürzt und erdrückt worden, teilte das Innenministerium in Riad mit. Die genaue Zahl der Opfer steht bislang nicht fest.

Die Steinigung des Teufels ist einer der zentralen Riten der Pilgerfahrt. Jeder Pilger soll jeweils sieben Steine gegen jeden der drei 18 Meter hohen Pfeiler schleudern, die den Teufel symbolisieren. An der Stelle war Satan der Überlieferung jeweils drei Mal in Folge dem Propheten Abraham, seiner Frau Hagar und deren Sohn Ismael erschienen.

Bei der Hadsch ereignen sich immer wieder schwere Unfälle. 2001 waren 35 Menschen im Gedränge ums Leben gekommen.

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