Moss, Gilmour und Brosnan feierten
Sir Pauls Geheimkonzert im Club

Gemeinsam mit John Lennon galt er einst als Pionier gigantischer Rockshows in riesigen Sportstadien. Jetzt bewies Paul McCartney bei einem „Geheimkonzert“ in London, dass er auch die intimere Form des Clubentertainments immer noch beherrscht und liebt.

HB LONDON. Im legendären „Electric Ballroom“ ließ sich der sichtlich gut gelaunte Ex-Beatle in der Nacht zum Freitag von gerade mal 1 000 Fans bejubeln. „Sowas Schönes habe ich lange nicht mehr gemacht“, freute sich Sir Paul. Mit der Show bestätigte der 65-jährige McCartney zugleich eindrucksvoll seine anhaltende Popularität: Ort und Zeit waren nur wenige Stunden vorher in einer Abendzeitung und Rundfunksendern bekannt gegeben worden. Dennoch waren die 1 000 Freikarten innerhalb von nur 13 Minuten vergeben.

Das Publikum feierte „Macca“, wie McCartney in Großbritannien gern genannt wird, wie in alten Zeiten. Dem agilen Altrocker waren keinerlei Spuren des nun schon seit einem Jahr anhaltenden Ringens um die Scheidung von seiner zweiten Frau, Heather Mills, anzumerken. Locker scherzte McCartney mit den Fans, die ihm vom Bühnenrand Musikwünsche zuriefen.

Bei etlichen Beatles-Songs wie „Let It Be“, „Lady Madonna“ und vor allem „Hey Jude“ sang der ganze Saal laut mit - einschließlich Londoner Promis wie Supermodel Kate Moss, David Gilmour von Pink Floyd und der einstige James-Bond-Star Pierce Brosnan. Aber auch „Dance Tonight“ und andere Songs des neuen „Macca“-Albums „Memory Almost Full“, dessen Veröffentlichung der Anlass für die 90-Minuten-Show war, wurden freundlich aufgenommen.

Sir Paul genoss die Stimmung sichtlich und ließ zum Schluss die Musiker seiner Studioband, die britische Königin und im Scherz auch sich selbst hochleben: „Vor allem danke ich“, sagte er, machte eine kleine Pause und fügte dann hinzu „mir selbst“. In einem besinnlichen und bewegenden Moment des Abends erinnerte Paul mit dem Song „Here Today“ an „unsere gefallenen Helden John (Lennon), George (Harrison) und Linda (McCartney) und alle liebenswürdigen Menschen“. Von Heather Mills war keine Rede.

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