Nach Amoklauf
Hälfte der US-Bürger für schärfere Waffengesetze

Nach dem Massaker an einer US-Grundschule im Städtchen Newtown wurden nun die ersten Opfer beerdigt. Unterdessen werden die Forderungen nach strengeren Waffengesetzen immer stärker.
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Newtown/WashingtonNach dem Massaker an einer US-Grundschule befürworten einer Umfrage zufolge deutlich mehr Bürger schärfere Waffengesetze. Eine am Montag veröffentlichte Erhebung von Reuters und Ipsos ergab, dass 50 Prozent der Befragten dafür plädierten, den Waffenbesitz strenger zu regeln. In einer Umfrage kurz vor dem Mord an 20 Grundschulkindern sowie sechs Erwachsenen an der Sandy Hook Elementary School am Freitag in Newtown befürworteten lediglich 42 Prozent einen solchen Schritt.

US-Präsident Barack Obama hatte bereits kurz nach dem Massaker politische Konsequenzen angekündigt und seine Aufforderung zum Handeln am Sonntag bei einer Trauerfeier bekräftigt. Am Montag beriet Obama mit Vize-Präsident Joe Biden, Justizminister Eric Holder, Bildungsminister Arne Duncan und Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius über die nächsten Schritte. Ein Sprecher von Obama sagte, der Präsident werde sich in den kommenden Wochen näher zu seinen Plänen äußern. Generell befürworte Obama aber ein Verbot von Sturmfeuerwaffen.

Das Ausmaß der Tragödie von Newtown scheint auch einige bisherige Verfechter der Waffenfreiheit zum Umdenken zu bewegen: So schlossen sich die beiden ranghohen Demokraten Joe Manchin, Senator aus West Virginia, und Mark Warner, Senator aus Virginia, der wachsenden Zahl von Politikern in Washington an, die sich für schärfere Waffengesetze einsetzen wollen. Dies hatten sie bislang entschieden abgelehnt. In der Vergangenheit hat die Waffenlobby, namentlich die National Rifle Association (NRA) eine strengere Reglementierung des Waffenbesitzes in den USA stets zu verhindern gewusst.

Am Montag sind die ersten zwei Opfer des Schulmassakers von Newtown beerdigt worden. Der sechsjährige Noah Pozner und sein gleichaltriger Schulkamerad Jack Pinto wurden am Montagnachmittag (Ortszeit) zu Grabe getragen worden, berichteten US-Medien. Viele Menschen legten Blumen, Stofftiere und Ballons vor die kleine Synagoge des Nachbarortes Fairfield, wo die Trauerzeremonie für den aus einer jüdischen Familie stammenden Pozner stattfand, und ein Bestattungsinstitut in Newtown, wo Pinto betrauert wurde. Kamerateams waren zu den Beisetzungen nicht zugelassen worden.

Pozner, der erst vor wenigen Wochen sechs Jahre alt geworden war, war das jüngste der insgesamt 27 Opfer des Amoklaufs. Seine Zwillingsschwester Arielle überlebte die Bluttat in einem anderen Klassenzimmer. „Noah war ein kleines Kind. Er liebte Tiere, Videospiele und die Mario Brothers“, sagte sein Onkel Alexis Haller nach Medienberichten in einer Ansprache während der Trauerfeier. „Er konnte schon sehr gut lesen und hatte gerade erst ein neues Buch bekommen, auf das er sich sehr gefreut hat.“ Seine Eltern und die vier Geschwister habe er sehr geliebt, sagte Haller weiter. „Arielle nannte er immer seine beste Freundin und das war sie auch wirklich immer.“

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  • Deutschland, Krisen- und Kriegsgebiet. Die Sprache ist verräterisch. Sicherheitszonen mit Kameraüberwachung liefern voyeuristische Bilder.
    Was ist eigentlich die Ursache der Gewalt? Politker wollen uns weismachen, zu wenig Überwachung. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Ursache der Gewalt ist die Politik, die mit Agitation und bürgerfernen Maßnahmen Subkulturen entstehen lassen hat und gegeneinander ausspielt. Mißtrauen und Einschüchterung und präventive Kriminalisierung des Bürgers lassen Zweifel am Staat hochkömmen. Kameras selber sind die Saat der Gewalt.
    Eine friedliche Gesellschaft wird sicher nicht mit Generalverdächtigung aufgebaut. Der Obrigkeit fehlt ganz einfach der Wille. Sie will das Blut, um sich zu legitimieren.
    Und typisch natürlich, daß der freie Waffenhandel in den USA mit Jagd und Sportschießen in Deutschland gleichgesetzt wird. Die Medien machen ständg Fässer auf, die mit den eigentlichen Problemen gar nichts zu tun haben, wohl um von der eigenen Quertreiberei und Schuldigkeit abzulenken.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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