Nach Bombenfund
Sperrung von größtem US-Atomkraftwerk wieder aufgehoben

Das größte Atomkraftwerk der USA ist am Freitag nach einem Bombenfund vorübergehend abgeriegelt worden. Wachleute entdeckten die Rohrbombe im Kleinlaster eines Mitarbeiters, als dieser am Morgen auf das Gelände der Anlage in Palo Verde im Bundesstaat Arizona fahren wollte.

rtr PHOENIX. Der Mann wurde vorübergehend festgenommen, seine Wohnung wurde durchsucht. Der 61-jährige Ingenieur habe angegeben, nichts von dem Sprengsatz auf der Ladefläche seines Wagens gewusst zu haben, teilte die Polizei mit. Eine Gefahr für das Kraftwerk und die Bevölkerung habe nicht bestanden. Die Bombe hätte nur das Auto, nicht aber das Kraftwerk beschädigen können.

Erste Untersuchungen ergaben der Polizei zufolge, dass es sich um einen funktionierenden, selbst zusammengebauten Sprengsatz handelte. Unklar sei, wie die Bombe auf den Transporter kam und wie es sein könne, dass der Ingenieur nichts davon gewusst habe, sagte ein Polizeisprecher. Auch die Durchsuchung seiner Wohnung habe keine Hinweise darauf, dass der Mann etwas mit der Bombe zu tun habe. Er arbeite mit den Ermittlern zusammen. Die Absperrung um die Anlage wurde am Nachmittag wieder aufgehoben.

Das Kraftwerk liegt etwa 100 Kilometer westlich von der Millionen-Metropole Phoenix. Weniger als zwei Kilometer von der Anlage entfernt stehen allerdings bereits die ersten Häuser. Palo Verde ist seit mehr als zwei Jahrzehnten am Netz. Wenn alle drei Reaktoren in Betrieb sind, können sie gemeinsam genug Elektrizität erzeugen, um 1,5 bis zwei Millionen Haushalte in Arizona sowie den Bundesstaaten Kalifornien, New Mexico und Texas zu versorgen.

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