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#Aufschrei gegen Alltagssexismus bei Twitter

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„Mehr als Zeit für eine nachhaltige Debatte“

Schwere Vorwürfe einer „Stern“-Journalistin gegen den FDP-Spitzenkandidaten Rainer Brüderle sorgten für großen Wirbel im politischen Berlin. Quelle: dpa
Schwere Vorwürfe einer „Stern“-Journalistin gegen den FDP-Spitzenkandidaten Rainer Brüderle sorgten für großen Wirbel im politischen Berlin. Quelle: dpa

Zunächst hatte die 25-Jährige, die in Hildesheim Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus studiert, Sorge, das Thema könne einschlafen oder von Trollen übernommen werden. „Aber jetzt bin ich überwältigt! Ich komme mit dem Nachlesen kaum noch hinterher und verneige mich vor dem Mut aller Beteiligten. Das ist ganz groß!“

Auch Anne Wizorek, die das Hashtag beisteuerte, freut sich über die Resonanz. Das Thema sei „eigentlich immer aktuell“, meint die 31-Jährige, die in Berlin als freiberufliche Beraterin für Online-Kommunikation und digitale Strategien arbeitet. „Schließlich geht es um Alltagssexismus und all die Erlebnisse, die wir Frauen jeden Tag durchhalten und hinnehmen müssen.“

Web 2.0: Twitter, Facebook und Co.

Die aktuelle Debatte helfe, Frauen mehr Gehör zu verschaffen. „Das ist verdammt wichtig und gut so. Denn auch in Deutschland ist es mehr als Zeit für eine ernstzunehmende und nachhaltige Debatte zum Thema Sexismus“, meint Anne Wizorek.

Ähnlich denkt Nicole von Horst. Männer, die Grenzen überschreiten, seien in ihrem Leben zwar nicht in der Mehrheit. Sie seien aber grundsätzlich „ein strukturelles Problem.“ Denn Sexismus im Alltag fühle sich für viele einfach zu normal an.

Auf Twitter wird derweil munter weiterdiskutiert. Nicht alle empfinden das als sinnvoll. „Euer ändert genau nichts. Ein Schlag in die Fresse, Anzeige, Beschwerde beim Vorgesetzten etc. aber schon“, verdeutlicht @scherzilatte. @caroliN hingegen ist überzeugt: „# ist mit das Beste und Wichtigste, was ich hier bisher erlebt habe!“

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