Nach dem Absturz: Luftfahrtbundesamt überprüft ägyptische Unglücksairline

Nach dem Absturz
Luftfahrtbundesamt überprüft ägyptische Unglücksairline

Nach dem Flugzeugunglück über dem Roten Meer nimmt das Luftfahrtbundesamt die deutsche Fluggenehmigung für die von dem Unglück betroffene Flash Airlines eingehend unter die Lupe. Die Schweiz hat der ägyptischen Airline die Genehmigung bereits entzogen.

HB FRANKFURT. Nach dem Absturz eines Charterflugzeuges der ägyptischen Flash Airlines über dem Roten Meer überprüft das Luftfahrtbundesamt erneut die Fluggenehmigung der Gesellschaft für Deutschland. Dies geschehe als Vorsichtsmaßnahme, obwohl die Behörde bei früheren Stichproben-Kontrollen keine schlechten Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht habe, sagte eine Sprecherin des Amtes in Braunschweig am Montag. Flash Airlines habe seit Oktober 2003 die Verkehrsrechte für Deutschland und sei von den Flughäfen Frankfurt, München und Hahn im Hunsrück in den ägyptischen Ferienort Hurghada am Roten Meer gestartet.

Die Schweizer Luftfahrtbehörde hatte Flash Airlines die Fluggenehmigungen nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen entzogen. Die Fluggesellschaft selbst erklärte dagegen, sie habe alle Auflagen erfüllt. Mit den Schweizer Behörden habe es jedoch finanzielle Probleme gegeben, sagte Unternehmenschef Mohamed Nur.

Nach Einschätzung der französischen Behörden gibt es keinen Anlass zu Vermutungen, der Absturz am Samstag könnte durch einen Anschlag ausgelöst worden sein. „Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass es ein Anschlag war“, sagte der stellvertretende Außenminister Renaud Muselier am Montag dem Fernsehsender France 2. „Es gibt keine Brandverletzungen an den Leichen, also gab es offensichtlich auch keine Explosion“. Augenzeugen hätten ebenfalls keine Explosion wahrgenommen.

Ursache Stromausfall?

Bislang gehen die französischen Behörden davon aus, dass der Absturz in der Nähe von Scharm el Scheich durch einen Stromausfall ausgelöst worden sein könnte. Die meisten der 148 getöteten Insassen waren französische Urlauber.

Die französische Marine verschob unterdessen den Versuch, die Flugschreiber mit einem Roboter-U-Boot aus Frankreich zu bergen. Die Experten wollten zunächst die Position des abgestürzten Flugzeuges unter der Meeresoberfläche eindeutig orten, sagte Cheftaucher Alex Morachinni. Sie benutzten dazu ein Gerät, das die von den Flugschreibern ausgesendeten Piep-Töne erfassen könne. Die Aufzeichnungen des Flugdatenschreibers und des Stimmenrekorders könnten Aufschluss darüber geben, was in den letzten Minuten an Bord der Boeing 737 geschah. Es wird vermutet, dass die Geräte in bis zu tausend Meter Tiefe liegen könnten - zu tief, um von Tauchern erreicht zu werden.

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