Nach dem Fluglotsenmord
Mutmaßlicher Lotsenmörder in Psychiatrie verlegt

Der Hauptverdächtige im Fluglotsenmord, Witali Kalojew, ist am Montag in eine psychiatrische Klinik verlegt worden. Dies bestätigte ein Staatsanwalt in Zürich.

HB ZÜRICH. Der aus Nord-Ossetien stammende Mann soll, vermutlich aus Rache, den Fluglotsen erstochen haben, der in Nacht vom 1. Juli 2002 für die Überwachung des Flugverkehrs über Süddeutschland zuständig war. Damals stießen zwei Flugzeuge in dem Gebiet zusammen. Der russische Architekt hat dadurch seine Frau und Kinder verloren und sah den Lotsen als Schuldigen, wie die Anklagebehörde vermutet.

Einen Tag nach dem Mord war er in der Nähe des Tatorts in Zürich verhaftet worden. Seitdem saß er in Untersuchungshaft. In den letzten Tagen hatten Angehörige und andere Hinterbliebene erklärt, dass der 48-jährige nicht über den Verlust seiner Familie hinweggekommen sei. Weitere Angaben zum Stand der Ermittlungen machte der Staatsanwalt nicht. Er äußerte sich auch nicht zu der Frage, ob der Tatverdächtige an Depressionen leide. Noch soll er kein Geständnis abgelegt haben.

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