Nach dem Hurrikan
Im Süden der USA herrscht jetzt das Chaos

In den Südstaaten der USA, die vom Hurrikan „Katrina“ heimgesucht wurden, versuchen die Behörden verzweifelt, die chaotische Lage in den Griff zu bekommen. Die Behörden bestätigten den Tod von mindestens 110 Menschen allein im Bundesstaat Mississippi. Allerdings befürchteten sie, dass sich die Zahl noch verdreifachen könnte.

HB NEW ORLEANS. In New Orleans arbeiten die Rettungskräfte fieberhaft daran, die von den Wassermassen eingeschlossenen Menschen in Sicherheit zu bringen. Wegen eines Dammbruchs lief die zu mehr als Dreiviertel überflutete Stadt weiter voll Wasser. Auch andernorts kämpften sich die Helfer zwei Tage nach dem Sturm auf ihrer Suche nach Überlebenden durch eine Trümmerlandschaft und überflutete Straßen. In einigen Gegenden patrouillierten Bewaffnete in den Straßen, um die Plünderungen einzudämmen.

Die US-Hilfsorganisationen erklärten, derzeit laufe die größte Operation in der US-Geschichte infolge einer Naturkatastrophe.

Mississippi ist besonders schwer von der Verwüstung durch „Katrina“ betroffen. Dort überschwemmte eine zehn Meter hohe Flutwelle weite Teile der Küste entlang von Biloxi und Gulfport. 90 Prozent der Gebäude an der Küste der beiden Städte waren zerstört. Der Gouverneur von Mississippi, Haley Barbour, sagte, dort sehe es aus, „als wenn eine Atombombe explodiert wäre“.

In manchen Teilen des zum größtem Teil unter dem Meeresspiegel liegenden New Orleans im Bundesstaat Louisiana stand das Wasser bis zu sechs Meter hoch. Ein erster Versuch, den Damm am See Pontchartrain zu reparieren, scheiterte.

Senatorin Mary Landrieu sagte, sie habe von 50 bis 100 Todesopfern in New Orleans gehört. Dort waren die Helfer so sehr mit der Rettung von Überlebenden beschäftigt, dass sie nicht dazu kamen, die im Wasser treibenden Leichen zu bergen. 3000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, aber viele weitere warteten auf Rettung, sagte ein Behördensprecher. Die Polizei suchte mit Booten in den Straßen nach Überlebenden und versuchte, mit Hubschraubern Menschen von den Dächern zu retten. Der frühere Bürgermeister von New Orleans, Sidney Barthelemy, sagte, in der Metropole seien vermutlich noch 80 000 Menschen eingeschlossen.

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