Nach dem neuen Geständnis der 28 Jahre alten Studentin
Flughafen-Bombendrohung: Zwei Jahre Haft auf Bewährung

Für die folgenschweren Bombendrohungen gegen den Düsseldorfer Flughafen vor sieben Monaten ist eine 28-jährige Studentin zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Düsseldorf befand die Angeklagte der Störung des öffentlichen Friedens für schuldig.

HB DÜSSELDORF. Mit dem Strafmaß blieb das Gericht deutlich unter der Forderung der Anklagebehörde. Die Staatsanwaltschaft hatte angesichts eines neuen Geständnisses der 28-jährigen Studentin drei Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung hielt hingegen eine zur Bewährung ausgesetzte Strafe für angemessen. Die Angeklagte sei unter anderem schon deshalb hart bestraft, weil sie mit Schadenersatzforderungen in Höhe von etwa 1,5 Mill. € rechnen müsse, hatte sie argumentiert.

Deutschlands drittgrößter Flughafen war wegen der Drohanrufe am 14. September 2003, dem letzten Tag der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen, vorsorglich für mehrere Stunden gesperrt worden. Rund 15 000 Menschen mussten das Gelände verlassen. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet.

Die Angeklagte hatte am Mittwoch kurz vor der ursprünglich geplanten Urteilsverkündung überraschend ein neues Geständnis abgegeben. Demnach habe sie entgegen früherer Angaben die Drohanrufe Mitte September vergangenen Jahres vollkommen aus eigenen Antrieb heraus getätigt, um nicht mit ihrem Freund in den Urlaub fliegen zu müssen. Zuvor hatte sie angegeben, zu den Anrufen gezwungen worden zu sein.

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