Nach einer Gasexplosion
Erneut schweres Bergwerksunglück in China

Eine Gasexplosion in einem chinesischen Bergwerk hat am Montag mindestens 34 Todesopfer gefordert. Weitere 60 Bergleute seien seit der Explosion in den Schächten des Kohlebergwerks im Westen des Landes eingeschlossen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Gerettet wurden bisher offenbar nur fünf Männer.

HB PEKING. Das Unglück ereignete sich in einer Kohlemine in der westlichen Region Xinjiang. Zum Zeitpunkt der Explosion waren 87 Bergleute unter Tage beschäftigt. Weitere Einzelheiten zum Grubenunglück wurden bislang nicht bekannt.

In chinesischen Bergwerken kommt es immer wieder zu Unfällen. Allein im vergangenen Jahr wurden landesweit mehr als 6000 Bergleute getötet. Die kommunistische Führung des Landes hat zwar versprochen, die Anlagen zu modernisieren und die Sicherheitsstandards zu erhöhen. Die starke Nachfrage nach dem Energiestoff Kohle von Seiten der boomenden Wirtschaft macht dies jedoch zu einem schwieriges Unterfangen. Nur etwa die Hälfte der derzeitigen Kohleproduktion in China kann laut Regierungsangaben unter Einhaltung der Sicherheitsstandards erbracht werden.

Traurige Bilanz der Grubenunglücke der letzten Jahre: Im Februar 2005 kamen beim schwersten Grubenunglück seit vier Jahrzehnten in Fuxin in der nordöstlichen Provinz Liaoning 214 Bergleute ums Leben. Im November 2004 starben 166 Arbeiter bei einer Gasexplosion nahe Tongchuan in der nordwestlichen Provinz Shaanxi. Das Bergwerk hatte nur wenige Gasmelder. Bereits im Oktober 2004 waren 148 Kumpel von der Wucht einer unterirdischen Explosion in Xinmi getötet worden. Als Ursache gilt die unzureichende Entlüftung der Stollen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%