Nach Hoffman-Tod
Polizei nimmt vier Drogen-Verdächtige fest

Die Polizei in New York hat vier mutmaßliche Drogendealer festgenommen. Eine mögliche Verbindung zum Tod von Schauspieler und Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman wird laut eines Polizeisprechers untersucht.
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New YorkNach dem Tod des Oscar-Preisträgers Philip Seymour Hoffman hat die New Yorker Polizei am Dienstagabend (Ortszeit) vier Menschen aus dem Drogen-Milieu festgenommen. Das bestätigte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. US-Medienberichten zufolge könnten die Verdächtigen dem Schauspieler Drogen verkauft haben. Diese Verbindung wollte der Sprecher zunächst nicht bestätigen: „Das müssen wir noch untersuchen.“

Bei den Festgenommenen handele es sich um drei Männer und eine Frau, die im Besitz von mehr als 350 Päckchen Heroin gewesen seien, hieß es in den Berichten. Allerdings hätten die Päckchen nicht den gleichen Aufdruck wie diejenigen, die in der Wohnung des gestorbenen Schauspielers gefunden wurden, sagten Polizeivertreter der „New York Times“.

Hoffman war am Sonntag tot in seiner Wohnung in Manhattan gefunden worden, in seinem linken Arm steckte eine Spritze. 65 Umschläge mit Heroin sollen in dem Appartement gefunden worden sein, weitere fünf seien leer gewesen. Außerdem wurden Dutzende Spritzen und auch verschreibungspflichtige Medikamente entdeckt.

Heroinbriefchen, wie sie in der Wohnung des Oscar-Preisträgers („Capote“) gefunden wurden, seien auf der Straße für sechs Dollar (rund 4,40 Euro) zu haben, berichtete die „New York Times“. Insgesamt hätten die Beschlagnahmungen von Heroin im Staat New York in den vergangenen vier Jahren um 67 Prozent zugenommen, schrieb das Blatt unter Berufung auf die US-Drogenfahndung DEA. So habe allein das New Yorker DEA-Büro im vergangenen Jahr 144 Kilogramm Heroin sichergestellt.

Die vorläufigen Untersuchungen hätten ergeben, dass das gefundene Heroin in Hoffmans Appartement kein Fentanyl enthalten habe. Das sagte ein Ermittler dem US-Sender CNN. Medien hatten zuvor berichtet, die sichergestellten Drogen seien mit dem starken Narkosemittel für Krebspatienten gestreckt worden.

Ein endgültiges Ergebnis steht aber noch aus. Hoffman soll in New York im Kreise seiner Familie und engen Freunde beigesetzt werden, ein Termin steht aber noch nicht fest, wie es in einer Mitteilung seiner Sprecherin hieß.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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