Nach Hurrikan „Wilma“
Teile Floridas für Wochen ohne Strom

Nachdem Hurrikan „Wilma“ über Florida hinweggefegt ist, werden zahlreiche Bewohner des US-Bundesstaates noch wochenlang ohne Strom bleiben. Das berichtete der Nachrichtensender CNN am Mittwoch und berief sich dabei auf Behördenangaben.

HB FORT LAUDERDALE/MIAMI/PORT-AU-PRINCE. Die Elektrizitätsgesellschaft „Florida Power & Light“ geht davon aus, dass es mindestens einen Monat dauern könnte, bis sie wieder alle betroffenen Regionen voll versorgen könne. Durch den Stromausfall müssten Millionen Menschen in Florida derzeit auf warmes Essen, heißes Wasser und Benzin verzichten, hieß es weiter. Etwa sechs Millionen Bewohner waren nach dem verheerenden Hurrikan in Florida ohne Elektrizität, sagte Gouverneur Jeb Bush.

Hurrikan „Wilma“ hat im US-Bundesstaat Florida Milliardenschäden angerichtet und mindestens sechs Menschen in den Tod gerissen. Tausende Häuser wurden beschädigt, Bäume niedergewalzt und Stromleitungen zerstört. Am Dienstag hatten die Aufräumarbeiten begonnen, die nach Angaben der Behörden viele Wochen dauern werden.

„Wilma“ befindet sich nach Angaben des Nationalen Hurrikan- Zentrums in Miami über dem Atlantik und schwächt sich weiter ab. Es sei nicht zu erwartet, dass er noch einmal Land erreicht.

US-Präsident George W. Bush sagte rasche Hilfe zu und ließ sich von seinem Bruder Jeb Bush, dem Gouverneur Floridas, über das Ausmaß der Verwüstungen informieren. Der Präsident will am Donnerstag das Katastrophengebiet besuchen. Es könne Wochen dauern, bis sich die Lage wieder normalisiert habe, sagte der Bürgermeister von Miami-Dade, Carlos Alvarez.

Mindestens 15 Tote durch tropischen Sturm „Alpha“

Der tropische Sturm „Alpha“ hat auf der Karibikinsel Hispaniola mindestens 15 Menschen das Leben gekostet. In Haiti kamen nach Angaben der Behörden vom Dienstag 13 Menschen ums Leben, in der Dominikanischen Republik waren es zwei. Der Sturm verursachte zahlreiche Erdrutsche und Überschwemmungen. Mehrere dutzend Menschen wurden noch vermisst.

Mit einer Windgeschwindigkeit von 80 Kilometern in der Stunde war „Alpha“ zwar weit schwächer als ein Hurrikan, die verarmte Bevölkerung war dem Sturm aber vielfach schutzlos ausgeliefert.

„Wir sollten nicht bei jedem Sturm so viele Tote haben, aber die Infrastruktur ist so zerbrechlich“, sagte die Leiterin der Zivilschutzbehörde, Maria Alta Jean Baptiste. Im Hurrikan „Wilma“ waren zuvor zwölf Menschen in Haiti ums Leben gekommen.

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