Nach Java
Starke Beben auch in Tonga und Papua-Neuguinea

Einen Tag nach dem schweren Beben auf Java haben zwei weitere heftige Erdstöße den westlichen Teil des Südpazifiks erschüttert. Über Schäden oder Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Auf Java waren nach jüngsten Angaben mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen.

HB SINGAPUR. Wie das Geologische Institut der USA (USGS) mitteilte, wurden am Sonntag der Inselstaat Tonga und der östliche Teil von Papua-Neuguinea von starken Beben getroffen. Die Stärke habe in Tonga bei 6,7 und in der New-Britain-Region von Papua-Neuguinea 6,2 betragen. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii teilte mit, ein Tsunami sei nicht zu erwarten.

Tonga liegt nordöstlich von Neuseeland und hat etwa 100 000 Einwohner. Papua-Neuguinea hat etwa 5,5 Millionen Einwohner und umfasst insbesondere den östlichen Teil der Insel Guinea. Beide Länder liegen an dem so genannten Feuer-Ring des Pazifiks, wo es besonders häufig zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben kommt.

Am Vortag waren bei einem Beben ähnlicher Stärke auf der indonesischen Insel Java mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte gingen am Sonntag von jedoch von zahlreichen weiteren Toten aus. Die Erdstöße in der Nähe der auch bei Touristen beliebten Stadt Yogyakarta lösten keinen Tsunami aus. Der nahe gelegene Vulkan Merapi zeigte jedoch anschließend eine stärkere Aktivität. Wichtige Kulturdenkmäler blieben offenbar größtenteils intakt. Zahlreiche Hilfsorganisationen und Staaten, darunter Deutschland, boten Unterstützung und Hilfsgelder an.

Die Regierung gab die Gesamtzahl der Toten am Sonntag mit 3002 an. In Bantul, wo mehr als 2000 Tote zu beklagen waren, gruben die Anwohner am Morgen mit bloßen Händen im Schutt. Krankenhausmitarbeiter sprachen von einem nicht endenden Strom von Verletzten. „Die meisten haben Kopfverletzungen“, sagte ein Mitarbeiter des Bethesda-Krankenhauses in Yogyakarta. Die Menschen suchten Zuflucht in Kirchen und Moscheen oder auf öffentlichen Plätzen, sie übernachteten aus Angst vor Nachbeben im Freien.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, es gebe bislang keine Hinweise, dass Deutsche betroffen seien. Die deutsche Botschaft sei eingeschaltet und stehe in engem Kontakt mit den indonesischen Behörden.

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