Nach keine Entscheidung über Talk-Show
Spiegel nennt Friedman-Rücktritt „verantwortungsvoll“

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat den Rücktritt seines Stellvertreters Michel Friedman von allen öffentlichen Ämtern als „verantwortungsvolles Handeln“ bewertet.

HB/dpa DÜSSELDORF. „Es spricht für Friedman, dass er sich seiner Verantwortung gestellt hat gegenüber der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland“, sagte Spiegel am Dienstag der dpa in Düsseldorf.

Dem Judentum in Deutschland und auch in Europa habe Friedman „jahrzehntelang mit großem Sachverstand und Engagement gedient“, betonte der politische Vertreter von gut 100 000 in Deutschland lebenden Juden. Das Präsidium und das Direktorium des Zentralrates wollen nach Spiegels Worten am kommenden Wochende die Situation nach dem Rücktritt Friedmans erörtern. Es sei aber im Moment unklar, ob hier schon Schritte zu einer Nachfolge zu erwarten seien.

Der Hessische Rundfunk hat nach eigenen Angaben noch nicht über die Fortsetzung der beiden von Michel Friedman moderierten Fernsehsendungen entschieden. „Wir wollen mit Friedman darüber noch ein Gespräch führen“, sagte eine Sprecherin des Senders am Dienstag in Frankfurt/Main. Ein Termin stehe noch nicht fest. Friedman moderiert beim Hessischen Rundfunk die Talksendung „Vorsicht Friedman!“ und in der ARD „Friedman“. Beide Sendungen befinden sich derzeit in der Sommerpause.

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