„Nach kurzer schwerer Krankheit“
Euro-Kritiker Bolko Hoffmann ist tot

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der vor allem als Euro-Kritiker bekannt gewordene Verleger Bolko Hoffmann bereits am Montag gestorben.

HB DÜSSELDORF. Bolko Hoffmann starb an diesem Montag nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren, teilte der Verlag am Mittwoch in Düsseldorf mit. Hoffmann war bereits in der vergangenen Woche auf eigenen Wunsch von seinem Posten als Vorstand der Düsseldorfer Effecten Spiegel AG zurückgetreten. Der gebürtige Münchner hatte das Unternehmen vor 35 Jahren gegründet und seitdem geleitet. Seit mehr als 40 Jahren war er Herausgeber des gleichnamigen Börsenjournals, mit dem er zum mehrfachen Millionär geworden ist. Hoffmann war bereits in der vergangenen Woche auf eigenen Wunsch von seinem Posten als Vorstand der des Magazins zurückgetreten.

Bekannt wurde der Verleger einer breiteren Öffentlichkeit im Zusammenhang mit der Einführung des Euro. Mit seiner 1998 gegründeten Partei Pro DM, die am rechten Rand des Parteienspektrums angesiedelt wurde, wollte er die Einführung des Euro stoppen. In die Schlagzeilen war der Multimillionär zudem geraten, als er mit dem früheren Hamburger Innensenator Ronald Schill bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2004 eine politische Ehe einging. 1983 hatte Hoffmann die damals hoch verschuldete Nachrichtenagentur Deutscher Depeschen Dienst (ddp) übernommen, sich aber elf Jahre später wieder von ihr getrennt.

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