Nach Lösegeldzahlung
Piraten geben „Hansa Stavanger“ frei

Das Drama um den von Piraten entführten deutschen Frachter „Hansa Stavanger“ hat ein Ende: Die Entführer haben Schiff und Besatzung freigegeben. Ein Sprecher der Piraten hatte zuvor die Übergabe eines Lösegeldes in Millionenhöhe bestätigt.

NAIROBI/BERLIN/BRÜSSEL. Glückliches Ende eines viermonatigen Geiseldramas: Somalische Piraten haben am Montag das deutsche Containerschiff „Hansa Stavanger“ wieder freigegeben. Das teilte die Kommandozentrale der EU-Operation Atalanta mit. Zuvor hatte ein Sprecher der Piraten der Deutschen Presse-Agentur dpa in Nairobi die Übergabe eines Lösegeldes bestätigt. „Wir haben 2,7 Mio. Dollar (2,1 Mio. Euro) vom Eigentümer erhalten“, sagte Muse Guled in einem Telefongespräch aus der Küstenstadt Haradhere.

Nach EU-Angaben hat das Schiff am Montagabend (Ortszeit) seinen Ankerplatz bei Haradhere verlassen und fuhr mitsamt seiner Besatzung zunächst Richtung Norden. Dann sollte es Kurs auf den kenianischen Hafen Mombasa nehmen. Die „Hansa Stavanger“ werde von Kriegsschiffen aus EU-Staaten begleitet.

Die Bundesregierung reagierte mit großer Erleichterung auf die Freilassung. Den Besatzungsmitgliedern gehe es den Umständen entsprechend gut. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hoffe, „dass die freigelassenen Besatzungsmitglieder und ihre Angehörigen sich von den Strapazen und seelischen Belastungen der letzten Wochen möglichst schnell erholen“, erklärte am Montagabend eine Regierungssprecherin in Berlin auf Anfrage. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte: „Ich freue mich mit den Freigelassenen und ihren Angehörigen und wünsche Ihnen Kraft, gemeinsam die Strapazen zu verarbeiten.“

Das Lösegeld war nach Angaben von „Spiegel Online“ am Vormittag von einem kleinen Flugzeug über dem Frachter abgeworfen worden. Die Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg gab zunächst keine Stellungnahme zu der Freilassung ab.

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