Nach mutmaßlichen Studenten-Morden
Festnahme von Demonstranten in Mexiko sorgt für Aufschrei

Sie haben offenbar friedlich demonstriert und ihre Solidarität mit den vermissten Studenten bekundet. Dafür müssen elf Mexikaner nun in Hochsicherheitsgefängnissen einsitzen. Menschenrechtsaktivisten sind schockiert.
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Mexiko-StadtMenschenrechtsaktivisten in Mexiko haben sich alarmiert gezeigt über die Festnahme von elf Menschen bei einer Demonstration für die seit Wochen vermissten Studenten. Die Behörden versuchten, zivile Proteste zu „kriminalisieren“ und das Gefängnissystem für „politische Zwecke“ zu benutzen, kritisierte Alejandro Jiménez von dem nichtstaatlichen Mexikanischen Institut für Menschenrechte und Demokratie am Sonntag.

Die elf Festgenommenen hatten vergangene Woche zusammen mit Tausenden Menschen auf dem Hauptplatz von Mexiko-Stadt für Gerechtigkeit im Fall der 43 verschwundenen Studenten aus dem Staat Guerrero demonstriert. Die acht Männer und drei Frauen wurden mittlerweile in Hochsicherheitsgefängnisse gebracht, in denen sich normalerweise nur Schwerverbrecher befinden, wie das Büro der Generalstaatsanwaltschaft am Samstag mitteilte. Ihnen wird unter anderem versuchter Totschlag vorgeworfen.

Die 43 vermissten Studenten waren Ende September spurlos in der südmexikanischen Stadt Iguala verschwunden. Polizei und Politik sollen daran eine Mitschuld tragen. Ermittlern zufolge sollen die Studenten von einer Drogenbande ermordet worden sein. Die Leichen sollen die Täter verbrannt und dann in einem Fluss entsorgt haben.

Kürzlich forderten Zehntausende Mexikaner bei einer Kundgebung am Revolutionsfeiertag in Mexiko-Stadt Aufklärung über das Schicksal der 43 Hochschüler und der vielen anderen verschwundenen Menschen im ganzen Land.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • "Polizei und Politik sollen daran eine Mitschuld tragen." - wie bitte???? Die Ortspolizei hat die 43 mitgenommen und der Buergermeister hat es veranlasst - daran gibt es leider so gut wie keine Zweifel.
    Ich hoffe, die mexikanische Justiz wuerde auch mal Schwerverbrecher so schnell in einen Hochsicherheitsknast bringen.
    Was die Gewalt an den Demo's angeht, gibt es hier in Mexico kaum Zweifel das diese z.T. von regierungsnahen Provokateuren angestachelt wurde.
    Ausserdem fehlt in Ihrer aktuellen Berichterstattung doch einiges ueber die unerhoerten Korruptionsvorwuerfe gegen den "ehrenwerten" Praesidenten Pena Nieto. Mal eben sich ein Haeuschen fuer 7 Mio USD von einer Baufirma fuer die Gattin schenken lassen ist ja wohl auch nur Peanuts und keine Nachricht wert solange wir aus Deutschland (Heckler&Koch und Co.) noch wertvolle Waffen hierher liefern koennen.

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