Nach Naturkatastrophe
Deutschland zu weiteren Hilfen für Taifun-Opfer bereit

Nach dem verheerenden Taifun hat die Bundesregierung den Philippinen eine halbe Million Euro Soforthilfe versprochen. Weitere Geld könnten folgen. Auch der Papst spendet für die Opfer.
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Berlin/Los Angeles/RomDeutschland ist zu weiteren Hilfen für die Philippinen nach der Taifun-Katastrophe bereit. Mit den philippinischen Partnern werde zunächst ermittelt, wie hoch der konkrete Bedarf sei und wie Deutschland helfen könne, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

„Deutschland will in dieser schweren Zeit sich als ein guter Partner der Philippinen zeigen. Das Land soll wissen, dass Deutschland an seiner Seite steht ... auch über längere Zeit.“ Als ersten Schritt hatte Deutschland eine Soforthilfe von 500 000 Euro angekündigt.

Seibert sagte, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Bundesregierung seien erschüttert über das menschliche Leid und die Zerstörung in Folge des Taifuns „Haiyan“: „Wir trauern mit dem Volk der Philippinen um seine Toten.“ Hunderttausende stünden dort vor den Trümmern ihrer Existenz. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes gibt es weiter keine Hinweise auf deutsche Staatsangehörige unter den Opfern.

Nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien im Jahr 2004 hatten die Deutschen nahezu eine Milliarde Euro gespendet. Die Bundesregierung hatte als Reaktion auf das verheerende Seebeben 20 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt. Darüber hinaus wurde ein Förderpaket in Höhe von 500 Millionen Euro für Nothilfe und Wiederaufbau für den Zeitraum 2005 bis 2009 aufgelegt.

Auch Papst Franziskus unterstützt die Opfer des Taifuns. Er spendete 150 000 Dollar (etwa 112 000 Euro). Das Geld werde von der katholischen Kirche in den am schlimmsten betroffenen Regionen verteilt und solle den Überlebenden helfen, teilte der Vatikan am Montag mit. Die Spende sei ein „erster und unmittelbarer Ausdruck“ der spirituellen Nähe und Ermutigung des Papstes. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte bereits am Wochenende zum Gebet für die Opfer der Katastrophe aufgerufen und am Sonntag in einem Telegramm seine „tief empfundene Solidarität“ ausgedrückt und zur Hilfe aufgerufen.

Prominente wie Rihanna und George Clooney haben am Wochenende bestürzt auf die Taifun-Katastrophe auf den Philippinen reagiert. „Bitte schließt die Menschen auf den Philippinen in eure Gebete ein. Ich war kürzlich noch dort, und es bricht mir echt das Herz“, twitterte die R&B-Sängerin Rihanna (25).

„Ich bin im Herzen bei allen, die von dem schrecklichen Taifun auf den Philippinen betroffen sind. Ich sende euch meine Gebete“, schrieb Ex-Boxer Mike Tyson (47) über den Kurznachrichtendienst.

Schauspieler Clooney (52) sprach am Wochenende am Rande einer Preisverleihung in Los Angeles von einer „schrecklichen“ Katastrophe. Er gehe davon aus, dass Prominente für die Opfer eine Wohltätigskeitsveranstaltung organisieren werden, ähnlich wie nach dem Erdbeben auf Haiti im Jahr 2010 und Hurrikan „Katrina“ in New Orleans vor acht Jahren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Kirche ist unfassbar reich und er spendet 150 000,- $... peinlich.

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