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Nach Polizeieinsatz: In südafrikanischer Platin-Mine wird wieder gearbeitet

Der gewaltsamste Polizeieinsatz seit dem Ende der Apartheid forderte in Südafrika mehr als 30 Menschenleben. Nur wenige Tage nach der Katastrophe geht die Arbeit im bestreikten Platin-Bergwerk weiter.

Polizisten bewachen am Montag verhaftete Minenarbeiter. Quelle: dapd
Polizisten bewachen am Montag verhaftete Minenarbeiter. Quelle: dapd

Nach den gewaltsamen Zusammenstößen mit mehr als 30 Toten an einem Platin-Bergwerk in Südafrika ist am Montag die Arbeit in der Mine teilweise wieder aufgenommen worden. Rund ein Drittel der 28.000 Mann starken Belegschaft kehrte an ihren Arbeitsplatz zurück, wie der Betreiber Lonmin mitteilte. Das seien aber noch nicht genügend Arbeiter für die Produktion des nötigen Erzes gewesen. Nach Angaben einer Facharbeiter-Gewerkschaft sind mindestens 80 Prozent der Belegschaft nötig, um Platin herzustellen.

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Der Platinpreis stieg auf ein Zwei-Monats-Hoch von 1490 Dollar je Unze. Binnen einer Woche war der Preis wegen der Unruhen damit um rund 100 Dollar gestiegen. Sollte sich die Lage in der Marikana-Mine wieder beruhigen, dürften die Preise aber sicher wieder deutlich fallen, sagte Peter Fung, Chef-Händler von Wing Fung Precious Metals. "Denn die Nachfrage nach Platin ist nicht groß."

Afrika

Auch am Montag versammelten sich streikende Arbeiter nahe der Mine und zeigten sich nicht bereit, die Förderung wieder aufzunehmen. "Man arbeitet sehr hart für sehr wenig Geld. Das ist fast so schlimm wie der Tod", sagte ein Arbeiter, der seinen Namen lediglich mit Thulani angab. Die Unternehmensspitze nannte den Tod der Arbeiter eine Tragödie. Lonmin-Manager Mark Munroe sagte, es werde einige Zeit brauchen, bis Schmerz und Zorn verheilt seien. Die Aktie des Unternehmens ist zuletzt unter die Räder gekommen und verlor auch zu Wochenbeginn mehr als vier Prozent auf 608 Pence.

Das Unternehmen mit Sitz in London hat etwa 3000 streikenden Arbeitern des Marikana-Werks mit Entlassung gedroht, sollten sie bis Dienstag nicht zur Arbeit erscheinen. Die Polizei hatte vergangenen Donnerstag das Feuer auf mit Macheten, Speere und Knüppeln bewaffnete Arbeiter eröffnet und 34 von ihnen getötet. Es war der härteste Polizeieinsatz seit dem Ende der Apartheid im Jahr 1994. Hintergrund des Konflikts ist ein Streit zwischen zwei großen Gewerkschaften. Lonmin ist der drittgrößte Platin-Produzent mit einem Weltmarktanteil von zwölf Prozent.

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